Kritik an Stadt und Eigentürmer wächst
Asphalt statt Grünfläche: 220 Menschen protestieren gegen Baumfällungen
Fotos: Rene Kunze
24.10.2026 / FULDA -
Die geplante Umgestaltung einer Grünfläche neben Denns BioMarkt und Aldi in der Fuldaer Johannisstraße stößt auf deutliche Kritik. Die Stadt Fulda plant gemeinsam mit dem Grundstückseigentümer, die bestehende Grünfläche zu entfernen. Dort, wo seit rund 30 Jahren Bäume, Sträucher und Wiesen wachsen, sollen künftig 23 zusätzliche Parkplätze sowie eine neue Zufahrt entstehen. Gegen dieses Vorhaben demonstrierten am Samstag nach Angaben der Veranstalter etwa 220 Menschen.
Für Anwohner Martin Uebelacker ist die Maßnahme ein falsches Signal, insbesondere vor dem Hintergrund des Klimawandels. Zwar sei das Vorhaben rechtlich zulässig, dennoch stelle sich die grundsätzliche Frage nach dessen Legitimität. "Das Vorhaben ist legal, aber ist es auch legitim?", sagte er. Die geplante Rodung widerspreche nach seiner Auffassung den Bemühungen, Städte klimaresilienter zu gestalten. Die betroffenen Bäume seien für das Mikroklima und die Luftqualität im Quartier von großer Bedeutung.
Ersatzpflanzungen aus Sicht der Kritiker keine Lösung
Kritik auch wegen möglicher Bundesgartenschau-Bewerbung
Darüber hinaus verwies Rammler auf die Diskussion um eine mögliche Bewerbung Fuldas für die Bundesgartenschau 2040. "Da soll sich die Stadt mal schämen. Wenn sie sich für eine Bundesgartenschau bewirbt und 2026 Bäume fällt, widerspricht sich das", sagte der Organisator. Der Widerstand in der Bevölkerung sei außergewöhnlich groß, betonte Rammler. Um sich gegen die Rodung zu wehren, könnten Bürger Anträge bei der Stadt einreichen. Die Nachfrage sei zeitweise so groß gewesen, dass das entsprechende Dokument zeitweise nicht mehr heruntergeladen werden konnte. "Das freut uns natürlich sehr", sagte Rammler.