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Preis für Zivilcourage

32. Markt der Möglichkeiten: "Fuldaer Rose" geht an den Verein "LebensWert"

Die Fuldaer Rose ging in diesem Jahr an den Hospizverein Fulda "LebensWert"
Fotos: Philip Gerhard

24.10.2026 / FULDA - Der "Markt der Möglichkeiten" ging im Jahr 2026 in die 32. Ausgabe und hatte auch in diesem Jahr viel zu bieten. Etwa 30 Vereine, Verbände und Organisationen nahmen teil und präsentierten ihre Arbeit sowie ihr großes Engagement in verschiedenen sozialen, kulturellen und ökologischen Bereichen. Auch 2026 wurde der Preis für Zivilcourage "Fuldaer Rose" verliehen und ging in diesem Jahr an den Fuldaer Hospiz-Förderverein "LebensWert". Die letzte Fuldaer Rose ging an die "Malteser Medizin für Menschen ohne Krankenversicherung".



Als besonderer Gast war Günter Rudolph aus der SPD-Landtagsfraktion mit von der Partie und hielt einen Vortrag mit dem Titel "Ohne Ehrenamt keine Demokratie". Für die musikalische Untermalung im Stadtsaal der Orangerie sorgte das Duo "Chris & me".

Eröffnet wurde das Event von Dr. Thomas Bobke, Co-Vorsitzender des SPD-Stadtverbands Fulda. "Sie sind alle Menschen, die für und am Menschen arbeiten - und das in vielfältigen Strukturen", lobte Bobke die Aussteller. Dennoch mahnte er auch an, dass es trotz der hohen Dichte an Vereinen einen Rückgang zu verzeichnen gäbe. Dafür sei zum einen der Geburtenrückgang verantwortlich, aber auch, dass insbesondere die Baby-Boomer einen enorm großen Teil der Ehrenamtlichen ausmachen - viel mehr als Generationen nach ihnen.

Auch insgesamt habe nach Beobachtungen von Bobke die Bereitschaft abgenommen, sich zu engagieren. Aus genau diesem Grund soll der Markt der Möglichkeiten auch Menschen zusammenbringen und motivieren, sich zu engagieren und zu zeigen, wo das Ehrenamt überhaupt tätig ist und seinen Dienst am Menschen leistet.

Hospizverein nimmt Fuldaer Rose entgegen

Die Dankesrede nach dem Erhalt des Preises hielt der Vereinsvorsitzende und Bundestagsabgeordnete Michael Brand (CDU) und verdeutlichte auch in seiner Rede, genau wie Thomas Bobke, dass eine Veranstaltung wie der Markt der Möglichkeiten über Parteigrenzen hinausgehe. "Es muss unser gemeinsames Ziel sein, Dinge zu verbessern und für Menschen da zu sein", so Brand.

Der Bundestagsabgeordnete betonte, dass insbesondere die Hospizarbeit einen wichtigen Dienst an der Gesellschaft leiste, indem sie Menschen nicht nur bis zu ihrem Tod begleite, sondern auch im Nachgang den Angehörigen ihr Gehör schenke und nachhaltig helfe. Weil der Tod zum Kreislauf des Lebens gehöre, müsse man vor allem die Menschlichkeit in den Vordergrund stellen: "Lassen Sie uns gemeinsam das Menschliche stärken und nicht die Professionalisierung des Suizids", sagte Brand.

Er betonte zudem, dass die Hospizarbeit nur funktionieren könne, wenn Haupt- und Ehrenamt Hand in Hand zusammenarbeiten. Dabei hob er auch die gute Partnerschaft mit den Maltesern und der Caritas hervor. Dennoch könne diese wichtige Arbeit nicht ohne weitere Unterstützung funktionieren und appellierte aus diesem Grund an die Zuhörer, Vereine wie den Hospizverein "LebensWert" weiterhin zu unterstützen. (pg) +++

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