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Heiko Stolz drückt auch die Daumen

Es gibt Hoffnung für den Tegut-Markt - "Rewe-Kundschafter" im Markt gesichtet

Für den Tegut-Markt in Neuhof interessiert sich jetzt offensichtlich die Rewe-Gruppe
Fotos: O|N-Archiv

24.10.2026 / NEUHOF - Das endgültige Ende der Tegut-Ära rückt täglich näher - am 31. Oktober ist der Name des einst so erfolgreichen Lebensmittelkonzerns, der von aus Fulda aus in sechs Bundesländer expandierte und bundesweit über 300 Filialen unterhielt, nur noch Geschichte. In den Märkten geht der Ausverkauf weiter, viele Regale sind bereits komplett leergefegt und die Stimmung ist bedrückt. Von der bisherigen Konkurrenz "geschluckt" zu werden, ist für viele der langjährigen Mitarbeiter durchaus kein Hochgefühl, wenngleich das natürlich immer noch das geringere Übel gegenüber dem endgültigen Verlust des Arbeitsplatzes bedeutet.



In den Märkten, für die es bislang noch keine definitive Übernahmeerklärung gibt, ist die Verunsicherung noch größer. Wie soll es jetzt weitergehen, nachdem das Bundeskartellamt in Bonn die eigentlich geplante Übernahme durch Edeka aus wettbewerbsrechtlichen Gründen untersagt hat? Stehen die Mitarbeiter bald auf der Straße? Zu diesen vakanten Standorten gehört auch der große Tegut-Markt in der Ortsmitte von Neuhof. Über 30 Mitarbeiter arbeiten in der 1.800 Quadratmeter großen Filiale und blicken bang in die Zukunft.

Doch aufmerksamen Kunden ist am Donnerstag etwas aufgefallen: Marktleiter Thorsten Krack hatte Besuch von Rewe-Mitarbeitern, die sich offensichtlich vor Ort ein Bild von Lage und Zustand des Ladens machen wollten. Auf unsere entsprechende Nachfrage will sich der Filialleiter aber nicht dazu äußern. Auch die Pressestelle der zuständigen Zweigniederlassung der Rewe-Gruppe in Rosbach, die wir ebenfalls angeschrieben haben, bleibt vage. "Das Bundeskartellamt hat die Vereinbarung zwischen der genossenschaftlichen Rewe-Group und der Migros Zürich über die Übernahme von 40 Tegut-Märkten unter Auflagen freigegeben. Die Rewe-Group darf 38 Standorte unmittelbar übernehmen. Hinsichtlich zwei weiterer Standorte besteht ein vierjähriges Erwerbsverbot. Damit ist eine wesentliche Voraussetzung für die Umsetzung der geplanten Zukunftslösung unter Rewe und Penny für die Tegut-Standorte in Hessen, Bayern, Thüringen und Niedersachsen erfüllt. Wir bitten um Verständnis, dass wir aktuell keine darüberhinausgehenden Auskünfte – wie etwa zu Beobachtungen, Spekulationen und potenziellen Interessen – geben können."

Der Neuhofer Buschfunk hat den Besuch der "Rewe-Kundschafter" natürlich auch ins Rathaus getragen. Bürgermeister Heiko Stolz hat von den Spekulationen gehört und freut sich sozusagen unter Vorbehalt, denn noch gebe es keine gesicherte Information dazu. "Es wäre wirklich völlig unverständlich, wenn es an diesem attraktiven Eins-A-Standort kein Übernahme-Interesse gäbe", bekräftigt er und will die Daumen drücken - wie sicher die meisten Kunden in Neuhof. (ci)+++

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