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Tatverdächtiger (44) in Klinik gebracht

Bagger-Angriff auf Nachbarhaus: Rätsel um das Motiv

Bagger-Attacke auf Wohnhaus: Mann festgenommen.
Fotos: 5VISION.NEWS

20.10.2026 / MÖRLENBACH - Ein ungewöhnlicher Einsatz hat am Sonntagvormittag in einer südhessischen Gemeinde für Aufsehen gesorgt. Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst und weitere Einsatzkräfte rückten zu einem Wohnhaus aus, nachdem es dort zu einem folgenschweren Vorfall gekommen war. Ein Mann wurde festgenommen, die Kriminalpolizei ermittelt.



Am Morgen erhielt die Polizei von einer Hausbewohnerin aus der "Alten Landstraße" in Bonsweiher (Mörlenbach) die Mitteilung, dass gerade jemand mit einem Bagger das Haus der Familie beschädigen würde. Wie sich anschließend herausstellte, rammte ein 44 Jahre alter Tatverdächtiger die Baggerschaufel in die Hauswand und verursachte hierbei erheblichen Schaden an dem Gebäude.

Ein Teil der Fassade war in der Folge eingestürzt. Die im Haus befindlichen Bewohner konnten das Gebäude vor dem Geschehen verlassen und blieben unverletzt. Der 44-Jährige Tatverdächtige konnte von der Polizei an Ort und Stelle festgenommen werden. Aufgrund seines Gesundheitszustands wurde er in eine Fachklinik eingeliefert.

Laut Hessenschau verbreitete der Mann auf seiner Internetseite Verschwörungserzählungen über angebliche Gefahren durch WLAN- und Mobilfunkstrahlung. Nach dem Vorfall schrieb er dort zudem, er habe einen Funkmast beseitigt, der aus seiner Sicht "gegen uns gerichtet" gewesen sei. Die Ermittler prüfen, ob diese Überzeugungen mit der Tat in Zusammenhang stehen.

Neben der Polizei sind derzeit auch die Feuerwehr und der Rettungsdienst im Einsatz. Zudem wurden ein Statiker zur Prüfung der Standsicherheit des Gebäudes und das Technische Hilfswerk (THW) zur Absicherung des Wohnhauses hinzugezogen. Die Schadenshöhe kann aktuell noch nicht beziffert werden.

Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zu den genauen Hintergründen des Geschehens und wegen des Verdachts der Zerstörung von Bauwerken aufgenommen. (js/pm)+++

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