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Mit Blaulicht-Duo aus dem Vogelsberg

Papst-Vertrauter trifft Twitch-Community: Livestream erreicht 10.000 Zuschauer

Der Twitch-Stream kann starten: Erzbischof Georg Gänswein, langjähriger Privatsekretär von Papst Benedikt XVI., gemeinsam mit den beiden Vogelsbergern Philipp Stehling (r.) und Thomas Schmidt.
Fotos: oneplus

19.10.2026 / VILNIUS - Dass Kirche auch anders kann, zeigte am Wochenende eine ungewöhnliche Online-Veranstaltung: Rund 10.000 junge Menschen verfolgten einen Twitch-Livestream aus der Vatikanischen Botschaft in Vilnius (Litauen) mit Erzbischof Georg Gänswein. Dem langjährigen Privatsekretär von Papst Benedikt XVI. saß das bekannte Blaulicht-Duo aus dem Vogelsbergkreis gegenüber. Gemeinsam mit Thomas Schmidt moderierte Philipp Stehling die Gesprächsrunde. Sein Fazit: "Es war absolut inspirierend und eine rundum positive Erfahrung."


Schmidt (27) aus Schlitz und Stehling (33) aus Lauterbach sind in Osthessen längst keine unbekannten Gesichter mehr. So sind sie vielen Zuschauern aus den TV-Formaten wie etwa "Notruf" (Sat.1) und "Auf Streife - Die Spezialisten" (RTLZWEI) bestens vertraut (O|N berichtete). Durch ihre Arbeit im Rettungsdienst und eine starke Präsenz in den sozialen Medien haben sie sich über die Jahre eine große Fangemeinde aufgebaut.

Eine Reise, die in Erinnerung bleibt

Nun stellten sie das zweitägige Event auf die Beine. "Georg Gänswein hat unserer Anfrage direkt zugesagt - und uns zu sich nach Litauen eingeladen. Das hat uns natürlich sehr gefreut", erinnert sich Stehling und gesteht gleichzeitig: "Die Reise war für uns durchaus eine kleine Herausforderung. Wir mussten schließlich die komplette technische Ausstattung mit nach Vilnius nehmen. Umso wichtiger war es, dass vor Ort alles einwandfrei funktioniert."

Breite Bandbreite an Fragen: Twitch-Livestream kommt gut an

Am Samstagabend konnte sich jeder, der mochte, in den Livestream einbringen und aktiv über den Chat beteiligen. "Unsere Aufgabe war es, Struktur ins Gespräch zu bringen", so Stehling. Im Vorfeld hatten die beiden bereits 600 bis 800 Fragen erreicht. Im Mittelpunkt des Streams standen unter anderem Gänsweins persönliche Einblicke in seine Zeit im Vatikan, aktuelle Entwicklungen der katholischen Kirche sowie Fragen zu Glauben, Gesellschaft und Zukunft der Kirche. Die Fragen der Zuschauer, die überwiegend zwischen 14 und 25 Jahre alt waren, reichten von Gänsweins Musikgeschmack bis hin zum Ausbildungsweg eines Erzbischofs.

"Es war wirklich spannend. Dabei wurden nicht nur Fragen zum Glauben beantwortet, sondern auch viele Themen aus dem Alltag sowie persönliche Motivationen jenseits der Kirche beleuchtet. Das Feedback der Zuschauer war überwältigend - mit einer solchen Resonanz hätten wir im Vorfeld nicht gerechnet." (mkr) +++

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