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Dritte Niederlage in Folge

Hexenkessel beim Heimspiel: TV Hersfeld verliert Duell der Aufsteiger deutlich

Der TV Hersfeld verliert das Duell der Aufsteiger am Samstag deutlich.
Fotos: André Söllner

18.10.2026 / BAD HERSFELD - "An Lolls verliert man nicht." Das sagte TVH-Trainer Michael Stock unter der Woche und gab damit die Marschroute für das Spiel am Samstag klar vor. Beim Duell der Aufsteiger gegen die HSG Dotzheim/Schierstein sollten zwei Punkte her. Doch am Ende haben die Hersfelder eben doch an Lolls verloren. Mit 25:33 (13:15) setzten sich die Gäste deutlich durch.



Doch das Resultat fiel deutlicher aus, als es das Spiel letztlich hergab. Die Gastgeber spielten eine starke Anfangsphase und gaben dann im Laufe der ersten Halbzeit immer mehr das Heft aus der Hand. Eine starke Aufholjagd im zweiten Durchgang blieb nicht belohnt – und am Ende stand sich der TVH oft selbst im Weg.

TVH fängt stark an – und baut stark ab

Elf Minuten waren gespielt, als Theo Saubier den Ball zum 7:3 für die Hausherren im Tor versenkte. Die Hersfelder Geistalhalle kochte, rund 600 Zuschauer machten ordentlich Lärm und bejubelten den starken Auftritt ihrer Mannschaft. Der TVH spielte eine starke Anfangsviertelstunde, zeigte sich vor dem Tor eiskalt und hatte die Partie im Griff.

Wer jetzt die leise Hoffnung hatte, mit einem Sieg der Hersfelder im Gepäck auf dem Lullusfest feiern zu können, der wurde enttäuscht. Die HSG Dotzheim/Schierstein kämpfte sich zurück und ging nach 17 Minuten erstmals in Führung, während der Gastgeber vor allem offensiv abbaute und viele Chancen nicht nutzte. Mit einem 13:15-Rückstand ging es in die Pause – und der heute stark aufgelegte Keeper Niklas Kürten sorgte dafür, dass dieser nicht noch höher ausfiel.

Hersfeld mit Katastrophenstart in den zweiten Durchgang

Mit dem Beginn der zweiten Halbzeit war die Hoffnung in der Halle groß, die Fans peitschten den TVH unermüdlich an. Doch der hätte kaum schlechter aus der Kabine kommen können. Fynn Reinhardt vergab in der 31. Minute einen Siebenmeter und musste 60 Sekunden danach für zwei Minuten auf der Bank Platz nehmen. Die Gäste nutzten diese Schwäche aus, baute den Vorsprung schnell auf vier Tore aus.

Und nach rund 45 Minuten war die Messe scheinbar gelesen. Hersfeld lag mit 17:24. "Wir haben uns im Laufe des Spiels von dem guten Weg abbringen lassen, den wir anfangs gegangen sind. Dotzheim hat das gut gemacht und wir waren vor allem vor dem gegnerischen Tor zu fehlerbehaftet" resümierte Trainer Michael Stock die Leistung seiner Mannschaft. Doch die hatte sich zu diesem Zeitpunkt noch nicht aufgegeben.

Starke Aufholjagd der Hersfelder scheitert

In den folgenden Minuten gelang dem TVH alles, was bisher nicht klappen wollte. Eiskalt vor dem Tor, gute Paraden von Schlussmann Kürten und mehrere defensive Stopps – der Gastgeber kämpfte sich mit zehn Minuten auf der Uhr auf 22:25 heran. Und schon wieder erkämpften sich die Hersfelder in der Defensive den Ball, nur um die nächsten beiden herausragenden Chancen leichtfertig zu vergeben.

Für Dotzheim/Schierstein war das der Weckruf. Statt 24:25 mit rund fünf Minuten auf der Uhr zogen die Gäste wieder an, bauten den Vorsprung auf sechs Treffer aus und machten den Deckel drauf. 25:33-Niederlage für den TVH, der mit enttäuschten Gesichtern in die Kabine ging, vom heimischen Publikum jedoch mit jeder Menge Applaus bedacht wurde.

"Die Stimmung ist jetzt natürlich gedrückt. Aber die Jungs haben bis zum Schluss versucht, dem Spiel noch eine positive Wendung zu verleihen", fand TVH-Trainer Stock auch lobende Worte für seine Mannschaft. Nach drei Niederlagen in Folge bleiben die Hersfelder damit auf dem zehnten Tabellenplatz, nächste Woche geht es zum Tabellenvierten TV Groß-Umstadt. Die nächste schwere Aufwärtsaufgabe. Doch aufgeben kommt für Stock nicht in Frage: "Wir werden weiter positiv sein und an uns arbeiten. Etwas anderes hilft uns ja nichts." (Kevin Hildebrand) +++

TV Hersfeld: Sauerbier (3), Rehberg (4), Bachus (1), Hasselbach, Dellmuth, Voß, Lüder (1/1), Ley (3), Hüter (1), Kürten, Wiegel (2), Fynn Reinhardt (5), Lasse Reinhardt (5), Kümmel, Thole, Mudrak
HSG Dotzheim/Schierstein: Björn Klein (2), Blumenthal (1), Kletsch (3), Arne Klein (1), Denard, Kunadt (1), Schmidtmann (6), Weidt, Lipp (5/1), Tomm, Funk (5), Teuner (3), Nitzke (6), Schelter

Zuschauer: 600
Zeitstrafen: 6/8 Minuten

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