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Priester im Wandel

Vertreter aus 19 Bistümern diskutieren über die Zukunft der Kirche

Bei der Zusammenkunft in Fulda: In der Bildmitte (vordere Reihe) Bischof Dr. Michael Gerber, rechts neben ihm der Vorsitzende der AGPRD, Pfarrer Jochen Thull aus Köln. Ganz rechts Pfarrer Dr. Michael Müller, Sprecher des Priesterrates des Bistums Fulda. Der zweite Vertreter aus dem Bistum Fulda war Pfarrer Markus Schmitt (hintere Reihe, Dritter von links).
Foto: Bistum Fulda

17.10.2026 / FULDA - Wie verändern sich die Aufgaben von Priestern, und vor welchen Herausforderungen stehen die Bistümer in Deutschland? Mit diesen Fragen beschäftigte sich die Arbeitsgemeinschaft der Priesterräte Deutschlands (AGPRD) bei ihrer Tagung vom 5. bis 8. Oktober im Bonifatiushaus in Fulda. Delegierte aus 19 deutschen (Erz-)Bistümern tauschten sich über aktuelle Entwicklungen in Kirche und Gesellschaft, die Situation der Priester und die Zukunft der Seelsorge aus. Auch ein Gespräch mit dem Fuldaer Bischof Dr. Michael Gerber stand auf dem Programm.



Unter der Leitung des Vorsitzenden Pfarrer Jochen Thull aus Köln kamen Vertreter der Priesterräte aus 19 deutschen (Erz-)Bistümern zusammen. Mit dabei waren die Bistümer und Erzdiözesen Köln, Paderborn, Fulda, Trier, Bamberg, Aachen, Eichstätt, Rottenburg-Stuttgart, Hamburg, Passau, Freiburg, Mainz, Augsburg, Limburg, München und Freising, Essen, Würzburg sowie Regensburg.

Weihbischof Josef Graf aus Regensburg nahm als Vertreter der Deutschen Bischofskonferenz an der Tagung teil. Er informierte über aktuelle Themen und Herausforderungen der katholischen Kirche in Deutschland. Darüber hinaus berichteten die Delegierten aus ihren jeweiligen Diözesen und diskutierten gemeinsame Fragestellungen.

Gespräch mit Bischof Gerber über Synodalität und Seelsorge

Am Mittwoch feierten die Teilnehmer gemeinsam mit Bischof Dr. Michael Gerber Eucharistie. Anschließend stellte sich der Bischof den Fragen der Delegierten. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen die Synodalität, gesellschaftliche Veränderungen und die pastoralen Herausforderungen der kommenden Jahre.

Der Austausch machte deutlich, dass sich viele Diözesen mit ähnlichen Fragen beschäftigen. Die Erfahrungen aus den unterschiedlichen Bistümern boten Gelegenheit, Herausforderungen zu vergleichen und Anregungen für die Arbeit vor Ort mitzunehmen.

Einblicke in die Geschichte Fuldas

Neben den Beratungen lernten die Gäste auch kirchliche und historische Orte in Fulda und Umgebung kennen. Bereits am Montagabend besichtigten einige Teilnehmer den Fuldaer Dom und die Michaelskirche, geführt von Pfarrer Dr. Michael Müller, dem Sprecher des Priesterrates des Bistums Fulda.

Am Mittwochnachmittag standen der neu renovierte Schlossturm mit seinem Blick über die Barockstadt und die Rhön sowie eine Führung durch den Schlossgarten auf dem Programm. Anschließend besuchten die Delegierten die Kirche St. Peter auf dem Petersberg mit dem Grab der heiligen Lioba. Schwester Rut-Maria von der Cella St. Lioba führte die Gruppe durch die Kirche und erläuterte die Geschichte des Ortes. Eine gemeinsame Vesper in der Liobakirche bildete den Abschluss des Ausflugstags.

Beratungen zu den Aufgaben der Priesterräte

Am Donnerstag setzten die Delegierten ihre Beratungen fort. Dabei ging es unter anderem um die Situation der Priester in den einzelnen Bistümern, die Seelsorge in größer werdenden pastoralen Räumen und weitere Entwicklungen in Kirche und Gesellschaft.

Die regelmäßigen Treffen der AGPRD bieten den Priesterräten die Möglichkeit, Erfahrungen auszutauschen, gemeinsame Themen zu beraten und die Zusammenarbeit über Diözesangrenzen hinweg zu stärken.

Hintergrund

Die AGPRD ist der Zusammenschluss von Delegierten der Priesterräte der deutschen (Erz-)Diözesen. Sie trifft sich zweimal jährlich zu einem mehrtägigen Austausch über Fragen des priesterlichen Dienstes und die Arbeit der Priesterräte. Zu ihren Aufgaben gehören außerdem die Koordination der Aktion PRIM ("Priester helfen einander in der Mission"), die Priester in wirtschaftlich benachteiligten Regionen der Welt unterstützt, sowie die Entsendung von Mitgliedern in den Vergabeausschuss des Diaspora-Kommissariats der deutschen Bischöfe. Im zweijährlichen Rhythmus findet zudem ein internationaler Austausch mit Vertretern aus Österreich, Südtirol und Luxemburg statt. (js/pm)+++

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