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OSTHESSEN|NEWS-Sportgespräch Teil 2

Zweite Football-Liga: So wollen die Fulda Saints die Klasse halten

v. l. n. r. Nicolas Kraus, Jonas Heck, Nils Möller und Mathias Schmidt.
Fotos: Maurice Schumacher

26.10.2026 / FULDA - Der Jubel über den Aufstieg in die zweite Football-Bundesliga ist bei den Fulda Saints noch frisch. Kaum verwunderlich, so ist dies der größte sportliche Erfolg der Vereinsgeschichte. Doch hinter den Kulissen laufen die Vorbereitungen auf die kommende Saison bereits auf Hochtouren. Der Sprung in die GFL2 stellt den Verein vor erhebliche Herausforderungen. Neben finanziellen und organisatorischen Herausforderungen, die im ersten Teil beschrieben wurden, gibt es auch sportlich einige Hürden. Schafft der Aufsteiger es, den Klassenerhalt zu sichern?



Im Gespräch mit OSTHESSEN|NEWS (Teil 2) erklären Abteilungsleiter Nils Möller und Head Coach Jonas Heck, wie die Saints den Sprung in die GFL2 vor allem sportlich meistern wollen.

Das Ziel für die erste Zweitliga-Saison ist ambitioniert. Heck will ".500 gehen", also mindestens ausgeglichen zwischen Siegen und Niederlagen abschneiden. "Ich will niemals mehr Spiele in einer Saison verlieren, als zu gewinnen." In der Südstaffel mit sieben Teams steigt nur eine Mannschaft ab. Wiesbaden und Augsburg sieht Heck als Überflieger, gegen die schon ein Sieg in vier Spielen ein Erfolg wäre. Der Rest der Liga sei nicht unschlagbar. Diese Spiele müsse man teilweise gewinnen, wenn man den Klassenerhalt feiern will. Hat sich der Verein gefestigt, soll im Jahr zwei wieder der Angriff nach oben folgen.

Mehr Breite im Kader

Dafür braucht es einen größeren Kader. Aktuell stehen rund 50 Spieler im Aufgebot, angepeilt sind 50 bis 60. Einige Spieler hören auf, das war laut Heck unabhängig vom Aufstieg so geplant. Quarterback Patrick Dendtler geht vorerst nach Australien, Kolton Richards Zukunft ist ebenfalls noch unklar. Verstärkung soll aus mehreren Richtungen kommen: Beim Tryout, welches am 07. November in Johannesberg stattfinden wird, (Mehr Infos auf den sozialen Medien der Saints), gab es bereits viele Anfragen. Zusätzlich wollen die Saints rund zehn erfahrene Spieler von außerhalb der Region gewinnen. Bei den Importspielern dürfen pro Team zwei Nordamerikaner in der Offense und zwei in der Defense gleichzeitig auf dem Feld stehen. Verstärken wollen sich die Saints vor allem in der Offensive und Defensive Line.

Wichtiger als jedes Talent ist den Verantwortlichen der Teamgeist. "Wir gewinnen und wir verlieren, gemeinsam", sagt Heck. Die Saints seien in der Regionalliga nicht das talentierteste Team gewesen, hätten aber am härtesten gearbeitet. Neue Spieler müssten sich einfügen, auch die sogenannten "Imports" aus Amerika. Wer mit Superstar-Allüren auftritt, werde nach Hause geschickt. Als Vorbild nennt Heck Linebacker Jagger Giles, der sich im Playoffspiel den Daumen brach, ihn tapen ließ und weiterspielte.

Auf Begeisterung stießen die Fulda Saints vor allem am Samstag bei ihrer Meisterschaftsfeier auf dem Uniplatz in Fulda. Trotz der beinahe schon eisigen Temperaturen war die Stimmung großartig und hat Lust auf die nächste Saison gemacht (O|N berichtete).

Wenn das Fundament steht, will Heck mithalten: "Wenn wir das Geld finden, garantiere ich, dass wir spielerisch mithalten können." Der Weg dorthin führt für die Saints über einen breiteren Kader und den Zusammenhalt, der sie überhaupt erst in die GFL2 getragen hat. (Nicolas Kraus)+++


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