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Neun davon in unserer Region

Aus Teo wird Yobsti: 35 Märkte bekommen neuen Namen

Nach der Übernahme zahlreicher tegut-Standorte durch Edeka steht auch für die bekannten Teo-Märkte in unserer Region ein Wechsel bevor.
Fotos (3): Yobsti

16.10.2026 / MANNHEIM/REGION - Nach der Übernahme zahlreicher tegut-Standorte durch Edeka steht auch für die bekannten Teo-Märkte in unserer Region ein Wechsel bevor. Insgesamt 35 der kleinen Selbstbedienungsmärkte gehen an das Mannheimer Start-up Yobsti (OSTHESSEN|NEWS berichtete bereits). Darunter befinden sich neun Standorte in Osthessen. Anfang November sollen die Märkte unter neuem Namen wiedereröffnen - allerdings mit veränderten Öffnungszeiten und einem teilweise neuen Sortiment.



Für viele Menschen sind die kleinen Teo-Märkte längst eine praktische Einkaufsmöglichkeit geworden. Ob Milch, Brot oder der schnelle Einkauf nach Feierabend. Nun steht für zahlreiche Standorte ein Betreiberwechsel bevor. Wie bereits berichtet, gibt Edeka insgesamt 35 Teo-Märkte an das Mannheimer Start-up Yobsti weiter. Das Unternehmen, das bislang vier eigene Geschäfte betreibt, wächst damit auf einen Schlag auf insgesamt 39 Standorte.

Die Übernahme ist für das junge Unternehmen ein bedeutender Wachstumsschritt. Hinter Yobsti steht ein Team, das seine ersten Pilotmärkte selbst aufgebaut, Waren ausgeliefert und Regale eingeräumt hat. Mit der Übernahme der bisherigen Teo-Standorte will das Unternehmen sein Konzept nun deutlich ausweiten.

Was steckt hinter Yobsti?

Doch wer oder was ist Yobsit? Yobsti ist ein Start-up aus Mannheim, das sich auf sogenannte Smart Stores spezialisiert hat. Dabei handelt es sich um kleine, weitgehend automatisierte Lebensmittelmärkte, die ohne Personal und klassische Supermarktkassen auskommen. Kunden wählen wie gewohnt ihre Produkte selbst aus, scannen diese und bezahlen per Karte. Eine zentrale Rolle spielt dabei die eigens entwickelte Technik. Das mit Yobsti verbundene Unternehmen Yobst arbeitet an einer Softwarelösung, die den Betrieb der Märkte einfacher und effizienter gestalten soll.

Die Software soll beispielsweise Informationen aus verschiedenen Bereichen zusammenführen, Arbeitsabläufe vereinfachen und zeitaufwendige Abstimmungen reduzieren. Dadurch erhofft sich das Unternehmen langfristig geringere Betriebskosten. Die Einsparungen sollen perspektivisch auch den Kunden zugutekommen und Spielraum für günstigere Preise schaffen. "Was wir in einem Laden lernen, soll auch dem nächsten helfen", erklärt Andre Tiede von Yobsti in einer Pressemitteilung.

Wiedereröffnung für den 6. November geplant

Die Übernahme der 35 Märkte ist für den 1. November 2026 vorgesehen. Für die technische und organisatorische Umstellung müssen die Geschäfte zunächst kurzzeitig schließen. Bereits am 6. November sollen die Märkte dann möglichst ab 12 Uhr wieder für Kunden zugänglich sein. Allerdings weist Yobsti darauf hin, dass einzelne Standorte von diesem Termin abweichen können.

Auch optisch werden sich die Geschäfte verändern. Nachdem die Teo-Märkte erst im vergangenen Jahr ein neues Erscheinungsbild erhalten hatten, soll künftig der Name Yobsti über den Eingängen stehen. Die Anpassung an das neue Markendesign erfolgt schrittweise.

Einkaufen künftig von 6 bis 22 Uhr

Für Kunden bringt der Betreiberwechsel eine wesentliche Änderung mit sich: Die bisherige Rund-um-die-Uhr-Verfügbarkeit wird zunächst nicht fortgeführt. Stattdessen plant Yobsti tägliche Öffnungszeiten von 6 bis 22 Uhr. Damit bleiben die Märkte zwar weiterhin frühmorgens und bis in die späten Abendstunden geöffnet, nächtliche Einkäufe sind vorerst jedoch nicht mehr möglich.

Am grundlegenden Einkaufskonzept soll sich dagegen wenig ändern. Kunden betreten den Markt, wählen ihre gewünschten Produkte aus und scannen und bezahlen diese selbstständig. Für den Zutritt reicht eine gewöhnliche Bankkarte. Auch digitale Bankkarten über Apple Pay und Google Pay sollen funktionieren. Eine gesonderte App ist nach Angaben des Unternehmens nicht notwendig.

Edeka-Produkte und regionale Lebensmittel geplant

Auch beim Warenangebot sind Veränderungen vorgesehen. Die Belieferung der Märkte übernimmt künftig Edeka Foodservice. Damit sollen nach und nach auch Produkte der bekannten Edeka-Eigenmarke Gut & Günstig in die Regale einziehen. Gerade bei alltäglichen Lebensmitteln könnte das Sortiment dadurch um weitere preisgünstige Alternativen ergänzt werden.

Darüber hinaus plant Yobsti, künftig verstärkt mit regionalen Lieferanten zusammenzuarbeiten. Besonders in ländlichen Regionen möchte das Unternehmen das Angebot stärker auf die Bedürfnisse der jeweiligen Nachbarschaft abstimmen. Ziel sei es, die Nahversorgung langfristig zu stärken und gleichzeitig einen wirtschaftlichen Betrieb der kleinen Geschäfte sicherzustellen.

Neun Standorte in Osthessen betroffen

Auch in Osthessen hat die Übernahme direkte Auswirkungen. Insgesamt neun bisherige Teo-Märkte sollen künftig unter dem Namen Yobsti betrieben werden. Besonders stark vertreten ist das neue Unternehmen in Fulda, wo gleich fünf Standorte übernommen werden.

Diese Märkte in Osthessen sind betroffen:

Weitere 26 Märkte in Hessen, Bayern und Baden-Württemberg

Neben den neun osthessischen Standorten übernimmt Yobsti weitere 26 Geschäfte. Diese befinden sich unter anderem im Rhein-Main-Gebiet, in Mittel- und Südhessen sowie in Bayern und Baden-Württemberg.

Die weiteren Standorte im Überblick:
Mit der Übernahme verfolgt Yobsti das Ziel, die bestehenden Einkaufsmöglichkeiten zu erhalten und das Smart-Store-Konzept weiterzuentwickeln. Welche Märkte tatsächlich am 6. November öffnen und ob es an einzelnen Standorten zu Verzögerungen kommt, will Yobsti auf seiner Internetseite www.yobsti.de sowie über die eigenen Social-Media-Kanäle bekannt geben. (ms) +++

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