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Besuch aus Italien

Freundschaft kennt keine Grenzen: Reservisten feiern gemeinsam

Besuch aus Italien: Reservisten feiern besondere Freundschaft.
Fotos: RK Lautertal/ Kreisgruppe Oberhessen

15.10.2026 / LAUTERTAL - Schon von weitem ist für die Menschen, die in Lautertal leben, sichtbar, dass wieder Besuch aus der Provinz Trentino in der Gemeinde ist. Denn die Reservisten der italienischen Gebirgsjäger "Alpini’ erkennt man an ihren traditionellen Hüten aus Filz, die an der linken Seite eine Feder schmückt. Eingeführt wurde dieser Hut bereits 1873. Die heutige Ausführung geht auf das Jahr 1910 zurück. Getragen wird dieser Hut bei feierlichen Anlässen und bei aktiven Verbänden in der Regel zur Ausgehuniform. Und ein solcher besonderer Anlass war der 3. Oktober auch wieder in diesem Jahr.



Schon seit einigen Jahren laden die Lautertaler Reservisten und die Kreisgruppe Oberhessen unter der Leitung von Oberstabsfeldwebel der Reserve (d.R.) Achim Höll zum feierlichen Zeremoniell mit Flaggenparade ein. "Gerade für die älteren Reservisten ist der Tag der Deutschen Einheit ein besonderer Anlass, denn noch bis zum Mauerfall standen sich zwei deutsche Armeen auf deutschem Boden als Feinde gegenüber", erinnert sich Höll.

Dass diese friedliche Revolution ganz ohne Kampfhandlungen gelang, wurde auch durch die Grußworte der Vertreterinnen und Vertreter der Politik deutlich. Angemeldet für diesen Anlass hatten sich neben dem Lauteraler Bürgermeister Lukas Becker, selbst Mitglied im Reservistenverband, auch die heimische Landtagsabgeordnete Jennifer Gießler. Umrahmt wurde diese Veranstaltung in diesem Jahr vom Männergesangsverein Eintracht 1888 Engelrod.

Freundschaft über Grenzen hinweg

Insgesamt stellen die Reservisten lieber das Verbindende anstatt das Trennende in den Vordergrund. Daher war der Besuch aus dem fernen Italien schon ein paar Tage zuvor angereist. Denn dank Oberfähnrich d.R. Gernot Schober, der gleichzeitig auch Beauftragter für internationale Beziehungen ist, besteht eine langjährige und intensive Freundschaft zu den Alpini aus Arco, einer rund 17.000 Einwohner großen Gemeinde. Deren Vorstandsmitglied Carlo Zanoni ließ es sich selbstverständlich nicht nehmen, ebenfalls Grußworte an die Teilnehmenden zu richten.

Neben den offiziellen Feierlichkeiten standen aber auch zahlreiche Ausflüge und Events im nahen und fernen Hessen auf der Agenda. "Lautertal besuchen ist schon wie nach Hause zu kommen", stellt einer der Alpini fröhlich fest.

Und so geht es den Hessen auch, denn das nächste Treffen steht schon vor der Tür, Anfang Dezember fahren die Reservisten aus Lautertal nach Italien. Denn nicht nur mit den Reservisten der Alpini besteht eine Patenschaft sondern auch mit denen der italienischen Luftwaffe. "Diese Verbindung besteht seit nunmehr 20 Jahren, Grund genug dies gebührend zu feiern", so Schober und Höll abschließend. (js/pm)+++



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