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Einschnitt für die Region

Unerwartetes Aus für die Geburtshilfe: Asklepios schließt früher als angekündigt

Am Montag stellte das Asklepios Klinikum Schwalmstadt kurzfristig die geburtshilfliche Versorgung ein.
Symbolfoto: O|N/Rene Kunze

12.10.2026 / SCHWALMSTADT - Damit fällt eine entscheidende Stütze im Schwalm-Eder-Kreis weg: Am Montag stellte das Asklepios Klinikum Schwalmstadt kurzfristig die geburtshilfliche Versorgung ein. "Diese Entscheidung ist uns nicht leichtgefallen. Aber ein Risiko für werdende Mütter und ihr Kind in Kauf zu nehmen, wäre einfach nicht verantwortbar. Dafür bitten wir um Verständnis", heißt es von Dr. Dagmar Federwisch, Geschäftsführerin des Asklepios Klinikums Schwalmstadt und Regionalgeschäftsführerin Nordhessen/NRW auf deren Website.



Im Juli 2026 erreichte unsere OSTHESSEN|NEWS-Redaktion die schlechte Nachricht des Nachbarlandkreises. Doch es gab eine Änderung! Damals war noch die Rede von einer Schließung zum 1. Januar 2027. Jetzt ist schon am Montag das Ende der Geburtshilfe-Abteilung gekommen. Das Hessische Ministerium für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege sei entsprechend informiert worden. Laut Informationen der Klinik bleibt die gynäkologische Versorgung noch bis zum 15. Dezember 2026 bestehen.

"Gemeinsam mit allen Beteiligten hat das Klinikum in den vergangenen Wochen intensiv daran gearbeitet, für die kommenden Monate eine durchgängige Besetzung der ärztlichen Dienste und der Hebammen-Dienste zu erreichen", heißt es online von der Klinik. Das geplante Vorhaben ist aber auch unter Einbeziehung externer Dienstleister leider nicht gelungen. So heißt es schweren Herzens: "Es konnte keine Besetzung gefunden werden, die ein mögliches Risiko für Mutter und Neugeborenes ausschließt."

Die umliegenden Kliniken und die Leitstelle sind informiert, sodass sie ihre Planung auf die Schließung einstellen können. Für die kommenden Wochen wurden im Klinikum Schwalmstadt jedoch ohnehin keine Geburten mehr angemeldet. Eine möglichst wohnortnahe geburtshilfliche Versorgung im Schwalm-Eder-Kreis wird durch die Kliniken in Fritzlar, Bad Hersfeld und Marburg sichergestellt. Die Klinikleitung steht in einem engen Austausch mit dem Betriebsrat, um für alle betroffenen Mitarbeitenden eine möglichst gute Lösung zu finden.

Damit endet die Geburtshilfe in Schwalmstadt früher als erwartet - doch die Klinik bemüht sich, weiterhin eine umfassende medizinische Betreuung in der Region sicherzustellen. (mis/pm) +++

\r\nDamit endet die Geburtshilfe in Schwalmstadt früher als erwartet - doch die Klinik bemüht sich, weiterhin eine umfassende medizinische Betreuung in der Region sicherzustellen.
Symbolfoto: pixabay

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