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Realeinsatz kurze Zeit später

Arbeiter verunglücken im Wald - Vorbildlicher Wanderer beim Übungsszenario

Gemeinsame Übung der Feuerwehren aus Kirchheim und Niederaula in einem Waldgebiet nahe Heddersdorf
Fotos: Hans-Hubertus Braune

13.10.2026 / KIRCHHEIM/NIEDERAULA - Aufregung im Wald oberhalb des Kirchheimer Ortsteils Heddersdorf. Hilfeschreie sind dort am Samstagnachmittag gegen 15:30 Uhr zu hören. Mehrere Personen sind offenbar verletzt, ein Wanderer hört sie und eilt zur Hilfe. Zunächst kümmert er sich um zwei Männer und setzt den Notruf ab.



Zum Glück handelt es sich bei diesem Szenario um eine Übung, welche Kevin Deiß von der Feuerwehr Kirchheim ausgearbeitet hatte.

Elias Bensahla ist der Wanderer und Emil Hofmann stellt einen verletzten Forstarbeiter täuschend echt dar. Sie lassen diese gemeinsame Übung der Kameraden aus Kirchheim und Niederaula so realitätsnah wie möglich erscheinen. Der Wanderer kann eine genaue Beschreibung der Lage und des Unfallortes geben und so treffen sich die Einsatzkräfte zunächst mit Forstamtsleiter Anton Wernick vom benachbarten Revier und Vertretern des zuständigen Leiters am Rettungspunkt 324.

Vor Ort zeigt sich: Beim Fällen eines Baumes kam es zu einem Unfall. Ein Mann wurde an Kopf und Bein verletzt, eine weitere Person (Dummy) lag unter dem umgestürzten Baum und eine weitere Person ist unter Schock auf einen nahen Hochsitz geflüchtet und lag dort regungslos, ebenfalls ein Dummy.

In dem abschüssigen Gelände arbeiteten die 32 Einsatzkräfte die verschiedenen Einsatzlagen routiniert ab. Der immer wieder schreiende, verletzte Mann wurde erstversorgt und mit einem Spineboard zum Sammelpunkt gebracht, ebenso der unter Schock stehende Mann aus dem Hochsitz mit Rettung über die Steckleiter und Seilzug. Den umgestürzten Baum hoben die Retter mit Hebekissen an und befreiten die Person.

Einsatzleiterin Vanessa Reuber war ebenso wie Anton Wernick und Kevin Deiß mit dem Ablauf der Übung zufrieden und besprach den Einsatz anschließend im Feuerwehrgerätehaus in Kirchheim.

Einsatz im Industriegebiet in Niederaula: Mann mit Kopfverletzungen in Klinik geflogen


Allerdings mussten die Niederaulaer Kameraden kurze Zeit später zu einem Realeinsatz ins Industriegebiet in Niederaula. Dort wurde eine Person in einem Förderband eingeklemmt, verletzte sich am Kopf und musste mit dem Rettungshubschrauber Christoph 28 in ein Klinikum geflogen werden. Die fast zeitgleiche qualmende Garage im Niederaulaer Ortsteil Kleba war zum Glück lediglich eine weitere Übung der Feuerwehren aus Kleba und Hattenbach.

Die Kräfte der Hilfs- und Rettungsorganisationen sind rund um die Uhr für unsere Sicherheit da und zur Stelle, wenn sie gebraucht werden. Übungen in Theorie und Praxis sind entscheidend wichtig, um für den Ernstfall gerüstet zu sein. (Hans-Hubertus Braune) +++

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