"Der 11. September hat die Welt verändert"
Zum Abschluss seiner USA-Reise besucht MP Rhein das "9/11 Memorial"
Fotos:Hessische Staatskanzlei
11.10.2026 / NEW YORK/WIESBADEN -
Zum Abschluss seiner fünftägigen Reise in die Vereinigten Staaten hat Ministerpräsident Boris Rhein am "9/11 Memorial" der annähernd 3.000 Opfer der islamistischen Terroranschläge vom 11. September 2001 gedacht und einen Kranz niedergelegt. Bei seinem Besuch der Feuerwehrwache des New York City Fire Department (FDNY) sprach Rhein mit aktiven und ehemaligen Feuerwehrleuten.
Erinnerung als Auftrag, für Frieden, Freiheit und Sicherheit einzustehen
Aus dem Gedenken erwächst Rhein zufolge Verantwortung für Gegenwart und Zukunft: "Wir dürfen nicht vergessen, was an diesem Tag geschehen ist. Aber wir dürfen ebenso wenig zulassen, dass Angst und Hass unsere Gesellschaften spalten. Erinnerung verpflichtet uns dazu, unsere freiheitlichen, demokratischen Werte zu schützen", sagte der Regierungschef und fügte an: "Freiheit und Sicherheit gehören zusammen. Unsere gemeinsame Verantwortung besteht darin, sie zu verteidigen, den internationalen Terrorismus zu bekämpfen und zugleich den gesellschaftlichen Zusammenhalt und demokratische Werte zu stärken. Die USA und Deutschland verbindet dabei nicht nur eine enge politische und wirtschaftliche Partnerschaft, sondern auch ein gemeinsames Bekenntnis zu Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechten."Rhein zog nach fünf Tagen in den Vereinigten Staaten eine positive Bilanz seiner Reise. "In den vergangenen Tagen habe ich viele Gespräche geführt und wichtige Begegnungen gehabt. Die Reise hat einmal mehr gezeigt, wie vielfältig und eng die Verbindung zwischen Hessen und den Vereinigten Staaten ist. Hessen ist das amerikanischste Bundesland in Deutschland, die Vereinigten Staaten sind für uns ein enger Partner. Diese Verbindung reicht über einzelne Regierungen und politische Konstellationen hinaus. Sie lebt vom direkten Austausch und davon, dass wir auch bei unterschiedlichen Positionen miteinander im Gespräch bleiben. Deshalb wollen wir den Dialog fortsetzen und die Zusammenarbeit weiter ausbauen."
Nach dem Gespräch mit Dabbar, der auch Ehrengast der Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit in der Deutschen Botschaft in Washington mit rund 2.700 Gästen war, hob Rhein die engen Handelsbeziehungen und die Bedeutung der Vereinigten Staaten für Hessens Wirtschaft hervor. "Die USA sind der zentrale Absatzmarkt für die hessische Wirtschaft und unser wichtigster weltweiter Handelspartner", sagte der Regierungschef. "Hessen ist der Wirtschaftsmotor im Herzen Europas. Durch unsere Standortbedingungen fungieren wir als die Brücke zwischen dem amerikanischen und dem europäischen Kontinent. Als führendes Finanz- und Logistikzentrum Europas bietet unser Land das Fundament für amerikanische Investitionen und sichert die Stabilität globaler Lieferketten."
In New York, der zweiten Station seiner Reise, besuchte der Ministerpräsident unter anderem die weltgrößte Börse New York Stock Exchange (NYSE). An der Wall Street warb er für einen engeren Austausch zwischen den beiden internationalen Finanzmetropolen und für Hessen als weltweit bedeutenden Wirtschaftsstandort. Rhein, der beim legendären Läuten der 16-Uhr-Glocke ("Closing Bell") dabei war, die das offizielle Ende jedes Handelstags signalisiert, sagte: "Europäische Zentralbank, Deutsche Bundesbank, EU-Behörde zum Kampf gegen Geldwäsche und mehr als 200 internationale Banken – wer in Europa strategisch agieren will, kommt an Frankfurt nicht vorbei. Frankfurt ist als Börsenplatz das kontinentaleuropäische Gegenstück zu New York. Die Mainmetropole verbindet Finanzkraft, regulatorische Kompetenz und technologische Leistungsfähigkeit." (nia/pm) +++