Aus aktuellem Anlass
Klinikum Hersfeld-Rotenburg warnt vor Schockanrufen
Foto: Klinikum
09.10.2026 / BAD HERSFELD -
Wegen eines aktuellen Betrugsversuchs im Namen des Klinikums äußert sich das Krankenhaus per Pressemitteilung. Angehörige sollen bei Geldforderungen sofort misstrauisch werden, heißt es darin.
Das Klinikum Hersfeld-Rotenburg warnt eindringlich vor Schockanrufen. In einem bekannt gewordenen Fall wurde eine Angehörige telefonisch von einem angeblichen "Unfallarzt" des Klinikums kontaktiert. Der Anrufer behauptete, die Mutter der Angerufenen habe einen Unfall erlitten und eine notwendige medizinische Behandlung könne nur durchgeführt werden, wenn zuvor ein hoher Geldbetrag gezahlt werde.
Behandlung niemals von Barzahlung abhängig!
Die Täter nutzen gezielt die Sorge um Angehörige und erzeugen durch angebliche Unfälle, schwere Erkrankungen oder dringend erforderliche Operationen erheblichen Zeit- und Handlungsdruck. Dabei geben sie sich unter anderem als Ärzte, Klinikmitarbeiter, Polizeibeamte oder andere Amtspersonen aus.
Das Klinikum empfiehlt
- Keine Geldbeträge überweisen, übergeben oder bereithalten.
- Keine Informationen über Bargeld, Konten oder Wertgegenstände nennen.
- Das Gespräch beenden und sich nicht unter Druck setzen lassen.
- Den betroffenen Angehörigen selbst über eine bekannte Telefonnummer kontaktieren.
- Bestehen Zweifel an einer angeblichen Behandlung im Klinikum, sollte das Krankenhaus ausschließlich über die offiziellen, selbst recherchierten Kontaktdaten angerufen werden.
- Bei einem Betrugsverdacht sollte die Polizei verständigt werden.
Wichtig ist deshalb: Ein Krankenhaus macht eine medizinisch notwendige Notfallbehandlung nicht von einer spontanen Geldzahlung eines Angehörigen abhängig.
Das Klinikum Hersfeld-Rotenburg bittet darum, insbesondere ältere Angehörige, Freunde und Nachbarn über diese Betrugsmasche zu informieren und die Warnung weiterzugeben. (pm/ksk)+++
Symbolfoto: Pixabay