"Hinter jedem Job steht ein Mensch"
Das sagen Bürgermeister und Kreisspitze zur möglichen OPmobility-Schließung
Archivfoto: O|N / Walter Dörr
09.10.2026 / SINNTAL -
Sinntals Bürgermeister Thomas Henfling bezeichnet die mögliche Schließung des OPmobility-Werks in Sinntal-Sterbfritz (Main-Kinzig-Kreis) als einen "schweren Schlag" für die Gemeinde beziehungsweise für die ganze Region. "460 Mitarbeitende, davon 280 festangestellte könnten bis Ende des Jahres 2027 ihren Job verlieren. Das trifft uns sehr hart. Hinter jeder Stelle steht ein Mensch. Hinter jeder Stelle steht eine Familie", sagt Henfling.
Der Bürgermeister hat in den vergangenen Tagen mit Werkleiter Peter Naumann und auch mit HR Projects Director Thierry Huber gesprochen: "Das Unternehmen sieht wohl keine Perspektive für den Standort Sterbfritz", so der Bürgermeister.
Die Gemeinde habe in den vergangenen Jahren alles getan, um den Standort zu sichern. "Wir haben die Genehmigung zur Verbreitung der Werkseinfahrt erteilt, wir haben den Flächennutzungsplan für eine eventuelle Erweiterung geändert. Wir haben jede Unterstützung geleistet, die wir als Gemeinde geben konnten", sagt der Bürgermeister, der sich sicher ist: "Die Ursachen für die geplante Schließung liegen nicht am Standort Sterbfritz."
Kreisspitze sichert Beschäftigten Unterstützung zu
Mit Bestürzung hat die Kreisspitze die Nachricht aufgenommen, dass die Firma "OPmobility" ihren Produktionsstandort in Sinntal-Sterbfritz schließen will. "Das ist für die Region ein herber Schlag", kommentieren Landrat Thorsten Stolz und Erster Kreisbeigeordneter Jannik Marquart die Nachricht.Der Kreisausschuss spricht den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in dieser schwierigen Zeit seine Solidarität und Unterstützung aus. Einen ersten Kontakt zur Unternehmensspitze hat es bereits gegeben, ebenso steht die Kreisspitze mit Sinntals Bürgermeister Thomas Henfling im Austausch. Ein Gespräch mit der Arbeitnehmervertretung soll in den nächsten Tagen stattfinden.
"Wir stehen an der Seite der Beschäftigten. Auch wenn die Mittel der Kommunalpolitik in solchen Fällen begrenzt sind, so werden wir unsere Möglichkeiten zur Unterstützung nutzen, damit es in den kommenden Wochen zu fairen und guten Verhandlungslösungen kommt", erklären Thorsten Stolz und Jannik Marquart. (pg/pm) +++