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Hessen baut Bürokratie ab

Fulda und Petersberg gehen voran: Unternehmensgründung wird digitaler

Weniger Bürokratie für Gründer: Neuer Kombiantrag startet in Fulda.
Symbolfoto: Pixabay

08.10.2026 / REGION - Wer in Fulda oder Petersberg ein Unternehmen gründen möchte, kann künftig viele Wege sparen. Mit dem Projekt "G24 – Gemeinsam Schneller Gründen" steht Gründerinnen und Gründern ab sofort ein digitaler Kombiantrag zur Verfügung. Damit können Gewerbeanmeldung und steuerliche Erfassung in einem einzigen digitalen Verfahren erledigt werden. Fulda und Petersberg gehören damit zu den ersten Kommunen bundesweit, die diesen Service anbieten.



Hessens Finanzminister Alexander Lorz sieht darin eine spürbare Entlastung: "Wer ein Unternehmen gründet, hat keine Zeit für unnötige Bürokratie. Mit dem digitalen Kombiantrag zur Unternehmensgründung muss man nicht mehr zum Gewerbeamt der Kommune und dann zum Finanzamt des Landes – beides geht jetzt digital und in einem Verfahren."

"Digitale Verwaltung muss mehr sein als ein digitales Formular"

Auch Wirtschaftsminister Kaweh Mansoori betont die Vorteile für künftige Unternehmer: "Aus einer guten Idee soll möglichst schnell ein Unternehmen werden können. Das ist unser erklärtes Ziel." Der neue Kombiantrag spare doppelte Angaben und mache das Gründen deutlich einfacher. Digitalministerin Kristina Sinemus hebt die Zusammenarbeit von Land und Kommunen hervor: "Digitale Verwaltung muss mehr sein als ein digitales Formular. Dass dies nun auch in Fulda als Pilotstandort möglich wird, zeigt, was erreicht werden kann, wenn Bund, Länder und Kommunen Digitalisierung gemeinsam umsetzen."

"Wenn es um Bürokratieabbau geht, spielt Hessen in der ersten Liga"

Für Entbürokratisierungsminister Manfred Pentz ist das Projekt ein wichtiger Schritt hin zu einer modernen Verwaltung: "Weniger Papier, mehr Unternehmertum – das ist unser Anspruch. Dass Fulda als Pilotstandort mit dabei ist, zeigt einmal mehr: Wenn es um Bürokratieabbau geht, spielt Hessen in der ersten Liga." Justizminister Christian Heinz unterstreicht: "Es sind die guten Ideen, die unser Land zu Wohlstand gebracht haben. Sie dürfen nicht an Formularen und rechtlichen Hürden scheitern."

Auch vor Ort wird das Projekt begrüßt. Fuldas Oberbürgermeister Heiko Wingenfeld erklärt: "Mit dem Start des Kombiantrags gehen wir in Fulda einen wichtigen Schritt hin zu einfacheren Gründungsverfahren." Nun gehe es darum, weitere digitale Bausteine wie ePayment und digitale Rückmeldungen zu ergänzen.

Petersbergs Bürgermeisterin Claudia Brandes sieht in dem Projekt ebenfalls großes Potenzial: "In Petersberg treiben wir die Digitalisierung konsequent voran – mit dem Ziel, echte Mehrwerte für Bürger, Unternehmen und Verwaltung zu schaffen." Ziel sei nun die vollständige End-to-End-Digitalisierung, von der am Ende alle Kommunen profitieren könnten. (js/pm)+++

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