"Jüdisches Leben gehört zu Deutschland"
Drei Jahre nach dem Hamas-Terror: Klare Haltung gegen Antisemitismus
Archivfoto: O|N
08.10.2026 / REGION -
Drei Jahre nach dem Terrorangriff der Hamas auf Israel haben Hessens Innenminister Roman Poseck und Bremens Innensenatorin Eva Högl an die Opfer erinnert und sich erneut gegen Antisemitismus positioniert. Bei einem gemeinsamen Treffen betonten beide, dass jüdisches Leben in Deutschland sicher und ohne Angst möglich sein müsse.
Der 7. Oktober 2023 markiere eine Zäsur, erklärte Poseck. Der Angriff habe nicht nur unermessliches Leid über Israel gebracht, sondern auch eine Welle des Hasses ausgelöst, die bis heute spürbar sei. Viele Jüdinnen und Juden würden sich inzwischen unsicher fühlen. Besonders besorgniserregend sei der starke Anstieg antisemitischer Straftaten. In Hessen registrierte die Polizei im vergangenen Jahr 374 entsprechende Delikte, deutlich mehr als vor dem Terrorangriff.
Auch Bremens Innensenatorin Eva Högl verwies auf eine ähnliche Entwicklung. In Bremen habe sich die Zahl antisemitischer Straftaten seit dem 7. Oktober ebenfalls deutlich erhöht. "Antisemitismus greift um sich und gefährdet Jüdinnen und Juden und das friedliche und sichere Zusammenleben. Das nehmen wir nicht hin", sagte Högl.
"Jüdisches Leben gehört zu Deutschland"
Beide Politiker betonten, dass jüdische Einrichtungen weiterhin besonders geschützt würden. Gleichzeitig dürfe der Kampf gegen Antisemitismus nicht allein Aufgabe von Polizei und Justiz sein. In einem gemeinsamen Appell erklärten Poseck und Högl: "Jüdisches Leben gehört zu Deutschland und es muss hier sicher und ohne Angst möglich sein." Zudem riefen sie dazu auf, antisemitischen Äußerungen und Ausgrenzung im Alltag entschieden entgegenzutreten. Antisemitismus dürfe "weder auf der Straße noch im Netz und nicht in der Mitte unserer Gesellschaft" Platz haben. (js/pm) +++