✕

Für die kommenden Jahre neu aufgestellt

SPD stellt Weichen: Frederik Frimmel als Vorsitzender bestätigt

Die Lauterbacher SPD hat bei ihrer Mitgliederversammlung im Jägerhof in Maar ihren Vorstand neu bestimmt und damit die personellen Grundlagen für die kommenden Jahre gelegt.
Fotos: SPD Lauterbach

08.10.2026 / LAUTERBACH - Die Lauterbacher SPD hat bei ihrer Mitgliederversammlung im Jägerhof in Maar ihren Vorstand neu bestimmt und damit die personellen Grundlagen für die kommenden Jahre gelegt. Frederik Frimmel wurde erneut zum Vorsitzenden des Ortsvereins gewählt, während die Mitglieder Ole Seibert und Gabriel Vega als neue stellvertretende Vorsitzende benannt wurden. Silvia Bergmann bleibt weiterhin Kassiererin und wurde in ihrem Amt bestätigt.



Dem neuen Vorstand gehören außerdem als Beisitzerinnen und Beisitzer Claudia Blum, Waltraud Fischer, Berthold Habermehl, Timo Karl, Thomas Müller, Peter Vogelbacher und Helmut Walter an. Aus dem Vorstand verabschiedet wurden Benjamin Berroth, Günter Euler und Conny Hentz-Döring. Die Lauterbacher SPD bedankte sich bei den drei ausgeschiedenen Vorstandsmitgliedern für ihr langjähriges Engagement und ihren Einsatz für den Ortsverein und die Lauterbacher Kommunalpolitik. In seinem Jahresbericht blickte der wiedergewählte Vorsitzende Frederik Frimmel auf ein politisch besonders ereignisreiches Jahr zurück. Im Mittelpunkt habe dabei eindeutig die Kommunalwahl 2026 gestanden.

"Wir können mit dem Ergebnis der Kommunalwahl zufrieden sein. Trotz einer schwierigen Ausgangslage auf Bundes- und Landesebene ist es uns gelungen, unser Ergebnis aus dem Jahr 2021 zu halten", erklärte Frimmel. Dies sei insbesondere angesichts der politischen Rahmenbedingungen keine Selbstverständlichkeit gewesen. Die Lauterbacher SPD habe damit erneut gezeigt, dass sie kommunal fest verankert sei und über eine engagierte Mitgliedschaft und ein motiviertes kommunalpolitisches Team verfüge.

Starke und breite Verankerung in der Bevölkerung von großer Bedeutung

Gleichzeitig richtete Frimmel den Blick nach vorne. Eine zentrale Aufgabe der kommenden Jahre werde die Gewinnung neuer Mitglieder sein. "Eine Partei lebt davon, dass Menschen sich einbringen, mitdiskutieren und Verantwortung übernehmen. Wir wollen deshalb noch stärker auf die Menschen in Lauterbach zugehen und sie für eine Mitarbeit in der SPD begeistern", so Frimmel.

Eine starke und breite Verankerung in der Bevölkerung sei gerade auf kommunaler Ebene von großer Bedeutung. Die SPD wolle deshalb ihre Aktivitäten außerhalb der klassischen politischen Gremien verstärken und noch stärker mit den Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch kommen. Auch der Vorsitzende der SPD-Fraktion in der Lauterbacher Stadtverordnetenversammlung, Timo Karl, richtete in seinem Grußwort den Blick auf die aktuelle kommunalpolitische Situation.

Insbesondere ging Karl auf die seit der Kommunalwahl veränderten Mehrheitsverhältnisse und die Arbeit des neuen Bürgermeisters Holger Marx ein. Bereits jetzt deute sich an, dass die neue Mehrheit aus CDU und FDP einen deutlichen Sparkurs einschlagen wolle. Dabei sei aus Sicht der SPD zu befürchten, dass bei vielen freiwilligen Leistungen der Stadt Einsparungen vorgenommen werden.

Einsetzen, damit "wichtige Leistungen für die Menschen"

"Wir werden uns mit aller Kraft dafür einsetzen, dass wichtige Leistungen für die Menschen in unserer Stadt erhalten bleiben", machte Karl deutlich. Gerade die freiwilligen Leistungen seien es, die Lauterbach lebenswert machen. Sie beträfen unmittelbar das gesellschaftliche Leben in der Stadt und seien insbesondere für junge Menschen, Familien und Seniorinnen und Senioren von großer Bedeutung. Einsparungen dürften deshalb nicht allein unter dem Gesichtspunkt kurzfristiger finanzieller Auswirkungen betrachtet werden. Vielmehr müsse auch berücksichtigt werden, welche Entscheidungen auf das Zusammenleben in Lauterbach hätten.

Darüber hinaus sieht die SPD weiterhin deutlichen Handlungsbedarf bei der Transparenz der Stadtpolitik und bei der Zusammenarbeit mit den Ortsbeiräten. Gerade die Ortsbeiräte seien ein wichtiges Bindeglied zwischen Stadtpolitik und den Menschen vor Ort. Ihre Arbeit müsse stärker unterstützt und in die politischen Entscheidungsprozesse eingebunden werden. Bürgermeister Holger Marx habe im Rahmen seiner Amtsübernahme einen neuen Politikstil angekündigt. Dazu gehörten aus Sicht der SPD insbesondere mehr Transparenz, eine bessere Kommunikation politischer Entscheidungen und eine engere Zusammenarbeit mit den verschiedenen politischen Ebenen der Stadt. "Wir begrüßen ausdrücklich, wenn hier ein neuer Stil Einzug hält. An seinen Ankündigungen wird sich der neue Bürgermeister allerdings auch messen lassen müssen", so Karl. (mis/pm) +++

Eine starke und breite Verankerung in der Bevölkerung sei gerade auf kommunaler Ebene von großer Bedeutung.

X