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Gala für den guten Zweck:

Musik, große Emotionen und ein starkes Zeichen für Inklusion

Udo Bauch, Dennis Petschner, Manuela Henkel, Andreas Hess, Peggy March, Melanie Payer, Katharina Herz und Johanna Glotzbach
Fotos: Thomas Höhl - Bilderwerk Geisa

05.10.2026 / GEISA - Es war ein Nachmittag, der vielen Gästen in Erinnerung bleiben dürfte: voller Musik, großer Emotionen und einer wichtigen gesellschaftlichen Botschaft. Die Stadt Geisa und Moderator Andreas Heß aus Hilders hatten am Sonntag gemeinsam mit dem Inklusionsnetzwerk Geisaer Land zu einer Charity-Gala ins Kulturhaus Geisa eingeladen. Zu den Gästen gehörten Weltstar Peggy March sowie die Sängerinnen Katharina Herz, Melanie Payer und Johanna Glotzbach. Mit den Erlösen des Benefizkonzerts soll ein barrierefreies Spielgerät für Kinder mit und ohne Behinderung angeschafft werden.


Nachwuchstalent begeistert das Publikum

Andreas Heß eröffnete die Veranstaltung mit einem Lied über Gemeinschaft und Zusammenhalt. Anschließend begrüßte er die elfjährige Sängerin Johanna Glotzbach aus Bremen auf der Bühne. Die Sechstklässlerin erhält seit ihrem sechsten Lebensjahr Gesangsunterricht und war bereits beim "Roten Mikrofon" der ARD-Sendung "Immer wieder sonntags" zu sehen. Mit den Liedern "Ein bisschen Frieden" und "Butterfly" überzeugte sie das Publikum nicht nur gesanglich, sondern auch an der Gitarre. Für ihren Auftritt erhielt das Nachwuchstalent großen Applaus.

Schlagerstars sorgen für Stimmung und Gänsehautmomente

Energiegeladen setzte Melanie Payer das Programm fort. Die Kärntner Schlagersängerin sorgte unter anderem mit ihrem Titel "Liebe versteht" für beste Stimmung, suchte die Nähe zum Publikum und lud immer wieder zum Mitsingen ein. Die Österreicherin ist unter anderem durch Songs wie "Papillon" und "Ring Ring" sowie Fernsehauftritte bei Formaten wie "Wenn die Musi spielt" oder "Schlager-Spaß mit Andy Borg" bekannt.

Im Anschluss betrat die Thüringer Sängerin Katharina Herz die Bühne. Mit ihrer kraftvollen Stimme präsentierte sie bekannte Titel wie "Jugendliebe", eigene Songs sowie ein ABBA-Medley. Besonders bewegend wirkte ihre Interpretation von "Halleluja", die sie mit einem selbst verfassten Text über den Traum vom Frieden verband. "Der Friede fängt im Kleinen an, bei jedem von uns", gab sie den Zuhörern mit auf den Weg.

Klare Botschaften für mehr gesellschaftlichen Zusammenhalt

Zwischen den musikalischen Darbietungen lud Andreas Heß gemeinsam mit Melanie Payer, Geisas Bürgermeisterin Manuela Henkel und dem Thüringer Landesbehindertenbeauftragten Dennis Petschner zu einer Gesprächsrunde auf die Bühne ein. In Wohnzimmeratmosphäre sprachen die Gäste über die Bedeutung von Inklusion und gesellschaftlichem Zusammenhalt. "Die Charity-Veranstaltung in Geisa ist für mich eine Herzensangelegenheit", betonte Heß, der sich seit vielen Jahren für inklusive Projekte engagiert und nach eigenen Angaben bislang rund eine Million Euro an Spendengeldern gesammelt hat.

Auch Bürgermeisterin Manuela Henkel sprach sich für mehr Miteinander aus. Angesichts gesellschaftlicher Spannungen sei es wichtig, Barrieren in den Köpfen abzubauen. "Egal ob mit oder ohne Behinderung, ob schwarz oder weiß, egal welche politische Einstellung wir haben: Zuallererst sind wir alle Menschen", sagte sie. Ihr Wunsch an die Gäste lautete: "Lasst uns einfach Mensch sein." Dennis Petschner unterstrich die Bedeutung von Inklusion insbesondere im ländlichen Raum. Das Engagement des Geisaer Landes und des Inklusionsnetzwerks sei beispielhaft. Zudem überbrachte er Grüße der Thüringer Landesregierung. Ministerpräsident Mario Voigt hatte den Veranstaltern Grußkarten mit einem Anstecker des Freistaats Thüringen zukommen lassen.

Dank an Unterstützer und Ehrengäste

Andreas Heß begrüßte darüber hinaus zahlreiche Ehrengäste, darunter Nicole Briechle, Beauftragte für Menschen mit Behinderungen des Wartburgkreises, sowie Udo Bauch, ehrenamtlichen Behindertenbeauftragten der Gemeinde Eichenzell. Sein Dank galt außerdem den vielen Unterstützern der Veranstaltung, darunter Matheo Catering aus Schweina, das Möbelhaus Vey aus Vacha, das Tourismusbüro und der Bauhof der Stadt Geisa sowie der DRK-Ortsverband Geisa.

Peggy March begeistert mit Charme und Welthits

Zum Abschluss des ersten Veranstaltungsteils wurde Peggy March mit großem Applaus empfangen. Die internationale Musiklegende überzeugte das Publikum von Beginn an mit ihrer offenen Art, ihrem Humor und zahlreichen persönlichen Geschichten. Auf dem Talksofa sprach die Sängerin über ihren außergewöhnlichen Karriereweg. "Mein Erfolgsgeheimnis war immer, dass ich auf mein Bauchgefühl gehört und meinen eigenen Weg gegangen bin", sagte die 78-Jährige. Ihren internationalen Durchbruch feierte sie bereits als 15-Jährige mit dem Nummer-eins-Hit "I Will Follow Him", den sie auch in Geisa präsentierte.

Im zweiten Teil des Nachmittags folgten weitere bekannte Titel wie "Carnaby Street", "Memories of Heidelberg" und "Einmal verliebt, immer verliebt". Immer wieder erzählte Peggy March Anekdoten aus ihrem bewegten Künstlerleben. So berichtete sie unter anderem von ihrer Unterstützung einer damals noch weitgehend unbekannten Band aus England, bei der es sich später um die Beatles handelte. Für einen besonders emotionalen Moment sorgte die Interpretation von "Don’t Worry Darling", die sie ihrem 2013 verstorbenen Ehemann Arnold Harris widmete. Das Publikum reagierte mit spontanen Standing Ovations.

Zum Abschluss vereinten sich alle Künstlerinnen und Künstler noch einmal auf der Bühne. Gemeinsam mit den Gästen sangen sie a cappella den wohl bekanntesten deutschen Hit von Peggy March: "Mit 17 hat man noch Träume". So endete ein musikalischer Nachmittag, der nicht nur für Unterhaltung sorgte, sondern zugleich ein starkes Zeichen für Inklusion, Gemeinschaft und gesellschaftlichen Zusammenhalt setzte. (pm/jk) +++

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