"Für unsere Demokratie einstehen"
Gegen das Vergessen: Ausstellung beleuchtet rechten Terror in Hessen
Foto: Vogelsbergkreis
05.10.2026 / ALSFELD -
Aufklären, ein Bewusstsein schaffen, an die Opfer erinnern und die Demokratie stärken: Das sind die Ziele der Ausstellung "Rechter Terror in Hessen", die noch bis zum 16. Oktober in der Alsfelder vhs, Im Klaggarten 6, zu sehen ist. Zur offiziellen Eröffnung der Ausstellung sind neben Landrat Dr. Jens Mischak auch Felix Münch von der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung (HLZ) sowie Yvonne Weyrauch und Sascha Schmidt, die das Buch "Rechter Terror in Hessen" verfasst und die Ausstellung konzipiert haben, zu Gast.
Rechte Gewalt ist auch in Hessen ein Thema, das immer wieder für traurige Höhepunkte sorgt – etwa mit dem Mord an Dr. Walter Lübcke 2019 oder dem Attentat von Hanau 2020. Doch rechte Gewalt ist in Hessen kein neues Phänomen, haben doch seit der Gründung des Bundeslandes mindestens 21 Menschen ihr Leben durch rechte Gewalt verloren. Eine Thematik, die die beiden Politikwissenschaftler Yvonne Weyrauch und Sascha Schmidt in ihrem Buch "Rechter Terror in Hessen" umfassend dargestellt haben. Und deren Recherchen – mit bebilderten Exponaten vom Fotografen Mark Mühlhaus – die Grundlage der Ausstellung bilden, die Landrat Dr. Mischak mit einem kurzen Grußwort eröffnet, das er mit dem Appell schließt: "Lassen Sie uns für unsere Demokratie einstehen."
Klare Botschaft für Demokratie und gegen rechten Terror
Anschließend gehen Felix Münch von der HLZ sowie Yvonne Weyrauch und Sascha Schmidt in Grußwort und Kurzvortrag auf die thematischen Schwerpunkte der Ausstellung ein. Sie sind sich einig darüber, dass es Menschen braucht, die gegen die Feinde der Demokratie einstehen und sie stärken, betont Felix Münch.Abschließend umreißen Yvonne Weyrauch und Sascha Schmidt die ursprüngliche Idee zur Ausstellung, mit der sie die unterschiedlichen Ausprägungen rechter Gewalt sichtbar machen und für das Thema sensibilisieren wollen. Die Ausstellung beschreibt rechten Terror in seinen unterschiedlichen Facetten und setzt sich mit dem Umgang damit auseinander.
Anmeldungen auch für Gruppen möglich
Die Ausstellung kann noch bis zum 16. Oktober zu den Geschäftszeiten der vhs von Montag bis Donnerstag von 8 bis 16 Uhr und Freitag von 8 bis 13 Uhr ohne Anmeldung besucht werden. Bei Interesse an einer Besichtigung für Gruppen oder Schulklassen und Ähnliches kann man sich an die vhs oder an dext@vogelsbergkreis.de wenden. Die Ausstellung ist für Interessierte ab 14 Jahren geeignet.Gemeinsam mit dem Jugendbildungswerk des Vogelsbergkreises wurde zudem ein pädagogisches Begleitkonzept entwickelt, um etwa Seminarangebote durchzuführen. (js/pm)+++