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"Wollen Gegner überraschen"

Neuer SGB-Coach Miroslav Jagatic: "Nichts steht über dem Verein"

Im Rahmen der Pressekonferenz wurde der neue Cheftrainer offiziell vorgestellt: Von links nach rechts: Christian Geisendörfer (Vorstand Sport), Miroslav Jagatic (neuer Trainer der SG Barockstadt), Maximilian Hainer (Pressesprecher)
Fotos: Maurice Schumacher

01.10.2026 / FULDA - Ab sofort weht ein neuer Wind in Fulda: Die SG Barockstadt Fulda-Lehnerz hat am Donnerstagvormittag im ITZ ihren neuen Cheftrainer Miroslav Jagatic (50) vorgestellt. Der gebürtige Soltauer soll den zuletzt in eine Negativserie geratenen Fußball-Regionalligisten zurück in die Erfolgsspur führen.



Viel Zeit bleibt dem Neuen bis zum ersten Pflichtspiel nicht: Bereits am Samstag gastiert die SGB beim FC Homburg. Am Mittwochabend trainierte Jagatic erstmals mit seinem neuen Team.

In den vergangenen Tagen ging alles sehr schnell. Nach dem "für den Verein unwürdigen Auftritt am vergangenen Samstag in Mannheim" (1:5) musste der Verein agieren, wie Sportvorstand Christian Geisendörfer in der Pressekonferenz erklärte. Nach internen Beratungen entschied sich der aktuell Vorletzte der Regionalliga am Montag, die Zusammenarbeit mit dem bisherigen Coach Daniyel Cimen nach zwei Jahren zu beenden.

"Wir haben dann den Kontakt zu Miro gesucht. Wir kennen uns von den Trainingslagern in Leipzig und haben schnell gemerkt, dass er absolut Bock hat und für die Sache brennt. Die Gespräche haben sehr schnell zum Ziel geführt und wir sind froh, dass Miro nun da ist", sagte Geisendörfer zu Beginn der PK und dankte Yasin Kocatepe. Der Co-Trainer hatte in dieser Woche die Einheiten übernommen.

Der Staff bleibt übrigens erhalten. Jeder muss seine Stärken einbringen, aber auch kritikfähig sein", sagte Jagatic, der einen ehrlichen und offenen Umgang lebt und einfordert. Das wurde im ersten Pressegespräch deutlich. Von der Mannschaft ist er absolut überzeugt. Zunächst werde er viele Einzelgespräche mit den Spielern führen. "Wir wollen eine positive Energie erzeugen", sagte Jagatic, der bis 2024 fünf Jahre die BSG Chemie Leipzig erfolgreich trainierte. Sein erster Eindruck von Fulda sei, dass der Verein sehr familiär geführt werde und alle für die Aufgabe brennen. "Das gefällt mir", sagte der neue Coach, der erstmal nicht umziehen wird.

"Ich fahre ab und zu nach Hause, sie wissen, wo ich bin, und unterstützen mich", sagte er. Die volle Konzentration gelte nun der SG Barockstadt Fulda-Lehnerz. Seine ersten Eindrücke von der Mannschaft und der Analyse der Videos von den bisherigen Spielen, mit Ausnahme des Mannheim-Desasters: "Es ist sehr viel Potenzial da. Es sind gute Jungs, die willig sind und Bock haben", sagte der Coach. Er bezeichnet sich als Trainertyp, der von jedem etwas hat. Er setzt auf das Team, auch im Drumherum, und den engen Austausch. "Wichtig ist, dass wir auf Augenhöhe sind und uns mit Respekt begegnen. Es geht immer um den Sport. Fußball ist die schönste Nebensache der Welt!", sagte Jagatic und wünscht sich den gegenseitigen Umgang "immer mit einem Lächeln".

Vorfreude auf Currywurst im Stadion

Im ersten Schritt geht es darum, an den Basics zu arbeiten, die Jungs ihren Stärken entsprechend einzusetzen. Wie seine Taktik für das Homburg-Spiel aussehen wird? Das wollte er am Donnerstag noch nicht verraten,er setzt viel mehr auf den Überraschungseffekt. Sein Ziel sei es zudem, sich auf die eigenen Tugenden zu konzentrieren. "Bevor wir über den Gegner sprechen, müssen wir uns auf uns konzentrieren", sagte der neue Coach. Früher war es eklig, gegen die Barockstadt zu spielen. "Da wollen wir wieder hinkommen", schaut der Jagativ voraus. Und er freut sich auf die Currywurst im Stadion. "Die ist schon lecker".

Er muss es wissen, schließlich lebte er zuletzt in Berlin. Nun also Fulda. Nach der gut halbstündigen Pressekonferenz ist klar: Mirolav Jagatic hat eine klare Mission und mit der SG Barockstadt Fulda-Lehnerz viel vor. (Hans-Hubertus Braune) +++

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