Musikalische Abenteuerreise
Osthessen Symphonic Winds begeistert bei seinem Jahreskonzert
Foto: Birgit Schwab
01.10.2026 / PETERSBERG -
Rund 400 Gäste erlebten am 27. September beim Jahreskonzert des Osthessen Symphonic Winds (OSW) des MV Steinau‑Steinhaus einen Abend voller musikalischer Abenteuer. Unter dem Motto "Abenteuer in Concert" präsentierten die 50 Musikerinnen und Musiker ein Programm mit starken Klangbildern, erzählerischer Tiefe und viel Emotion. Gleich der festliche Auftakt mit "Fanfare and Flourishes" von James Curnow wurde mit großem Applaus gefeiert – ein erster Höhepunkt eines abwechslungsreichen Konzertabends.
Anschließend startete die Abenteuerreise mit dem Stück "Around the World in 80 Days" von Otto M. Schwarz, das auf Jules Vernes Romanklassiker von 1873 basiert. Durch prägnante Klangwelten und Effekte erlebten die Zuhörer die Stationen der Reise von Phileas Fogg und Jean Passepartout hautnah mit: Von der Abfahrt in London über Indien, Japan und Nordamerika bis hin zur glücklichen Rückkehr nach genau 80 Tagen.
Die pulsierende Großstadt London war auch Schauplatz des nächsten Werks: "New London Pictures" von Nigel Hess. Die drei Sätze vermittelten – mal lebhaft und energiegeladen, mal gefühlvoll und ruhig – die facettenreichen Eindrücke des Lebens in der englischen Hauptstadt. Den Abschluss der ersten Konzerthälfte bildete "Far and Away" von John Williams aus dem gleichnamigen Film ("In einem fernen Land"), der die Auswanderung eines jungen Paares von Irland nach Amerika thematisiert. Das anspruchsvolle Werk stellte hohe Anforderungen an das Orchester und bot gleichzeitig die Gelegenheit, seine musikalische Ausdruckskraft und klangliche Vielseitigkeit eindrucksvoll unter Beweis zu stellen.
Begeistertes Publikum wünschte zwei Zugaben
Nach der Pause wartete ein besonderer Höhepunkt und Gänsehautmoment auf das Publikum: "Baba Yetu", das "Vaterunser" auf Swahili. Es wurde von einem eigens formierten Projektchor unter der Leitung von Inge Herrmann gemeinsam mit dem OSW präsentiert. Als Solist wirkte Louis Ebila Ebila mit. Das von Christopher Tin komponierte Stück wurde 2005 als erster Videospiel-Titelsong überhaupt mit einem Grammy ausgezeichnet. Im weiteren Verlauf begeisterte der Chor mit dem Gospel "Kwabona Kala" (Leitung: Martin Böhn), der die Freude am Glauben auf Zulu zum Ausdruck brachte.Das begeistert mitgehende Publikum forderte zwei Zugaben ein und verabschiedete das Orchester schließlich mit tosendem Beifall. Das OSW blickt damit auf einen rundum gelungenen Konzertabend zurück. Ein herzlicher Dank gilt allen Zuhörerinnen und Zuhörern für ihren Besuch. Ein Abend, der gezeigt hat: "Abenteuer kann man nicht nur erleben – man kann sie auch hören." (mis/pm) +++