"Zeichen der Solidarität und Menschlichkeit"
Rotary Club Rhön: 58.000 Euro aus dem Weinfest für 13 soziale Projekte
Fotos: Marvin Hucke
29.09.2026 / FULDA -
Ein Weinfest, das weit über einen geselligen Abend hinauswirkt: Der Rotary Club Rhön hat den Erlös seines diesjährigen Weinfestes am Frauenberg an soziale Einrichtungen übergeben. Stolze 58.000 Euro kamen zusammen und gehen an 13 Projekte in der Region, in Deutschland und darüber hinaus. Die Spendenübergabe erfolgte am Montagabend im Café Flora am Frauenberg.
Ein Zeichen der Solidarität
"Diese Unterstützung ist für soziale Projekte bestimmt", betonte Lothar Mihm, Past-Präsident des Rotary Club Rhön, bei seiner Begrüßung. "Gemeinsam wollen wir damit ein Zeichen der Solidarität und der Menschlichkeit setzen."
Auch die Zusammenarbeit mit der Stiftung Antonius hob er hervor: Sie sei ausgesprochen angenehm und ein wichtiger Grund dafür, dass das Weinfest jedes Jahr so harmonisch und erfolgreich verlaufe. Ein weiterer Dank galt den Sponsoren, die den Club teils seit vielen Jahren unterstützen und einen wesentlichen Beitrag zum Gesamtergebnis leisten.
Möglich wird das Ergebnis vor allem durch das Engagement der Clubmitglieder selbst. Rund 40 Mitglieder zählt der Rotary Club Rhön, "zusammen mit ihren Partnerinnen und Partnern sind wir schnell bei etwa 75 Helferinnen und Helfern", rechnete Mihm vor. Sie seien jedes Jahr mit großer Freude und viel Einsatz dabei und trügen damit wesentlich zum Erfolg des Weinfestes bei. Das unterstrich auch die amtierende Präsidentin Dr. Regina Räder: "Dass diese unglaubliche Summe heute an wohltätige Zwecke übergeben werden kann, ist den vielen, vielen Helfern und Unterstützern zu verdanken!"
Bei der Verteilung der Spenden folgt der Club einem klaren Leitfaden, der in seiner Satzung verankert ist: "Wir wollen Kinder in Not unterstützen." Berücksichtigt werden dabei regionale ebenso wie nationale und internationale Projekte.
Entscheidend ist den Rotariern jedoch nicht allein die Höhe der Spenden. "Wichtig ist uns nicht nur, Geld zu spenden. Wir möchten auch wissen, wo unsere Hilfe ankommt und was mit unseren Spenden bewirkt wird", erklärte Mihm. Deshalb bleibt der Club mit den unterstützten Projekten in engem Kontakt. Mitglieder besuchen etwa Projekte in Oberhausen und in Uganda, informieren sich über die Arbeit des SkF oder des Kinderdorfs Maberzell. Hinzu kommen Vorträge bei den Clubversammlungen, mit denen sich die Mitglieder regelmäßig über die Entwicklung auf dem Laufenden halten. Sein Fazit: "So können wir mit gutem Gefühl sagen: Unsere Spenden kommen an, und unsere Hilfe wird gebraucht."
Die Spenden im Überblick
Den größten Einzelbetrag erhielt mit 15.000 Euro das Friedensdorf Oberhausen, das verletzte und kranke Kinder aus Kriegs- und Krisengebieten zur medizinischen Behandlung nach Deutschland holt. Weitere 10.000 Euro fließen in ein Projekt in Uganda. Die vollständige Aufteilung:
- Friedensdorf Oberhausen: 15.000 Euro (Constanze v. Gerkhan / Regina Räder)
- Uganda-Projekt: 10.000 Euro (Roland Baumann)
- Aktion "Ich brauche deine Hilfe" der Fuldaer Zeitung: 5.000 Euro (Hanna Wiehe / Chefredakteur Tobias Farnung)
- Antonius-Projekt Kinderworkshop: 5.000 Euro (Jan Flemming)
- Sozialdienst katholischer Frauen (SkF), Projekte "Mogli" und "Rosenbrot": 5.000 Euro (Sarah Muth)
- Freunde des Frauenbergs: 3.000 Euro (Philipp Krah)
- Grümel: 3.000 Euro (Geschäftsführerin Jutta Dehler / Alexander Spiker)
- Surgical Mission: 3.000 Euro (Andreas Grimme)
- Spendenfonds Kinder in Not: 3.000 Euro (Felicitas Dehler / Angelika Barnett)
- Telefonseelsorge: 2.000 Euro (Alois Rhiel / Hermann Held)
- Tafel: 2.000 Euro (Uwe Wienke)
- Caritas-Jugendhilfeverbund: 2.000 Euro (Christoph Schneider)