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 Amtsinhaber mit 83,64 Prozent bestätigt

"Da könnte ich heulen vor Freude": Zimmermann klar wiedergewählt

Christian Zimmermann und seine Familie nach dem Wahlsieg am Samstagabend in Steinau an der Straße
Foto: Edgar Backmann

28.09.2026 / STEINAU/STR. - Klare Entscheidung in Steinau an der Straße (Main-Kinzig-Kreis): Christian Zimmermann bleibt Bürgermeister der Brüder-Grimm-Stadt. Bei der Direktwahl am Sonntag setzte sich der parteilose Amtsinhaber mit 83,64 Prozent der gültigen Stimmen deutlich gegen seinen Herausforderer Carsten Hildebrandt durch.



Dieser kam auf 16,36 Prozent. Während Zimmermann bewegt auf das Ergebnis reagierte, zog auch Hildebrandt eine positive Bilanz seines Wahlkampfs. Nach Auszählung aller zwölf Wahlbezirke entfielen 3.267 Stimmen auf Zimmermann und 639 auf Hildebrandt. Von 8.226 Wahlberechtigten gaben 3.951 ihre Stimme ab. Die Wahlbeteiligung lag damit bei 48,03 Prozent. 45 Stimmen waren ungültig.

"Da könnte ich heulen vor Freude", sagte Zimmermann im Gespräch mit der Presse. Mit einem derart deutlichen Ergebnis habe er nicht gerechnet. Die Zustimmung berühre ihn sehr. Er sprach von einem gigantischen Rückhalt aus der Bevölkerung und kündigte an, seine Arbeit wie in den vergangenen fünfeinhalb Jahren fortzusetzen.

Innenstadt und Stadtteile im Blick

Seine zweite Amtszeit beginnt am 1. Februar 2027. Bis dahin geht der Alltag im Rathaus weiter: "Ansonsten machen wir genau da weiter, wo wir am Freitag aufgehört haben", erklärte Zimmermann auf die Frage nach den nächsten Schritten. Aus den Wahlveranstaltungen nehme er unter anderem das große Interesse an der Entwicklung der Stadtteile mit. Während sich zwei Stadtentwicklungsprogramme bereits auf die Innenstadt bezogen, bestehe auch in den Ortsteilen der Wunsch nach Dorferneuerung. In den kommenden ein bis zwei Jahren sollten deshalb im Rahmen einer Dorfmoderation die jeweiligen Bedarfe ermittelt werden.

Welche Vorhaben sich anschließend umsetzen ließen, hänge auch von den finanziellen Möglichkeiten und der wirtschaftlichen Entwicklung ab. Nach seinen Angaben wurden in den vergangenen fünfeinhalb Jahren 25 Hektar Gewerbe- und Industriegebiet entwickelt. Entscheidend sei nun auch, dass die dortigen Unternehmen wirtschaftlich erfolgreich arbeiteten.Mit der Wahlbeteiligung zeigte sich Zimmermann ebenfalls zufrieden. Er ordnete sie als für Bürgermeisterwahlen durchaus üblich ein. Seiner Einschätzung nach hätten manche Bürger seinen Wahlsieg bereits als sicher angesehen und deshalb auf die Stimmabgabe verzichtet.

Hildebrandt zieht positive Bilanz

Herausforderer Carsten Hildebrandt blickte trotz des deutlichen Abstands zufrieden auf die vergangenen Wochen zurück. Er habe in acht Wochen Wahlkampf viele Menschen, Stadtteile, Gaststätten und Vereine kennengelernt und viel dazugelernt. Für ihn als auswärtigen Bewerber sei die Kandidatur "ein toller Erfolg" gewesen. Zugleich habe sich gezeigt, dass auch mit einem kleinen Budget und fünf Leuten innerhalb kurzer Zeit ein Wahlkampf möglich sei. "Steinau hat das Potenzial", betonte Hildebrandt.

Dieses müsse durch Werbung stärker nach außen getragen werden. Die weitere Entwicklung will er aufmerksam verfolgen. Es werde sich zeigen, ob Zimmermann seine Zusagen zur Belebung der Innenstadt umsetzen könne. Hildebrandt bezeichnete dies als schwierige Aufgabe und richtete den Blick auf die kommenden Wochen, Monate und Jahre. Der Kontakt nach Steinau soll auch nach der Wahl bestehen bleiben. In Gesprächen hätten sich bereits Menschen auf ein Wiedersehen beim Katharinenmarkt gefreut. Die Begegnungen im Wahlkampf hätten ihm gezeigt, dass er in der Stadt auch als auswärtiger Bewerber willkommen sei. (Edgar Backmann) +++

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