Tiny Garten in 15 Stunden
Landschaftsgärtner-Cup: Hessen-Thüringen-Team erreicht starken vierten Platz
Fotos:BGL/DanielKarmann
24.09.2026 / NÜRNBERG -
Der Nachwuchs im Garten- und Landschaftsbau überzeugte beim Landschaftsgärtner-Cup 2026 mit fachlichem Können, Präzision und Teamgeist. Beim Bundesentscheid auf der GaLaBau in Nürnberg traten elf Zweierteams aus ganz Deutschland gegeneinander an. Die 22 Nachwuchskräfte hatten sich zuvor über die Wettbewerbe ihrer Landesverbände für das Finale qualifiziert.
Für den Fachverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Hessen-Thüringen e. V. (FGL) gingen Jannes Weigel von GaLa-Bau Giselher Kleinschmidt, Mühlhausen und Tom Nickmann von Ralf Nickmann Landschaftsbau, Reinsdorf (Ausbildung bei Galabau Killat GmbH & Co. KG, Artern) an den Start.
Anspruchsvolle Aufgabe
Eröffnet wurde der Bundesentscheid von BGL-Präsident und AuGaLa-Vorsitzendem Thomas Banzhaf. Er hob hervor, wie vielfältig und anspruchsvoll der Beruf des Landschaftsgärtners und der Landschaftsgärtnerin ist: Fachwissen, handwerkliche Sicherheit, Gestaltungskompetenz und Teamarbeit müssten innerhalb kürzester Zeit zusammenkommen. Genau diese Fähigkeiten stellten die 11 Teams an den beiden Wettbewerbstagen unter Beweis. Die Aufgabe war anspruchsvoll und praxisnah. Innerhalb von 15 Stunden galt es, einen vier mal vier Meter großen "Tiny Garten" fachgerecht umzusetzen.
Vielseitige Aufgaben für die Nachwuchskräfte
Gefordert waren unterschiedliche Gewerke aus dem Berufsalltag – darunter Arbeiten mit Naturstein und Klinker, Holzbau und Pflanzung. Ein bereits vorhandener Birnbaum bildete den Mittelpunkt der Wettbewerbsfläche. Ergänzt wurde der Garten unter anderem durch eine Sitzmauer aus Jura-Kalkstein, eine kleine Klinkerterrasse mit Grenadierschicht sowie eine individuell gestaltete Pflanzung. Die Pflanzung stellte eine besondere Aufgabe dar: Aus einem vorgegebenen Pflanzenpool entwickelte jedes Team ein eigenes Konzept.Gefragt war dabei Pflanzenkenntnis und Gestaltungssinn, mit Fokus auf Standorteigenschaften für urbane Räume und die aktuellen klimatischen Veränderungen. Bewertet wurden die Arbeiten von einer Fachjury mit Vertreterinnen und Vertretern aus den Landesverbänden. Für Hessen-Thüringen übernahm Tom Steinbrück, BTS Gartenwerk Garten- und Landschaftsbau GmbH, Erfurt diese Aufgabe. Eine Premiere gab es 2026 bei der Bewertung: Erstmals wurden die Leistungen der Teams vollständig digital erfasst und anhand festgelegter Kriterien bewertet. Die Vermessungsarbeiten erfolgten mit Unterstützung des FGL-Fördermitglieds DATAflor.
Starke Leistungen auf bundesweiter Bühne
Nach zwei intensiven Wettbewerbstagen lagen die Ergebnisse eng beieinander. Den deutschen Meistertitel sicherte sich das Team aus Niedersachsen-Bremen, Silber ging nach Sachsen, Bronze an den Fachverband Nord. Jannes Weigel und Tom Nickmann belegten gemeinsam mit den übrigen Teams den 4. Platz. Damit wurde zugleich deutlich: Bei diesem Wettbewerb gab es keine Verlierer – alle Teams überzeugten mit hohem fachlichem Niveau, großem Einsatz und starkem Teamgeist. Für die drei bestplatzierten Teams eröffnet sich zudem die Chance auf den nächsten Schritt: Sie können in die landschaftsgärtnerische Nationalmannschaft aufgenommen werden. Der FGL Hessen-Thüringen gratuliert Jannes Weigel und Tom Nickmann zu ihrer starken Leistung und dankt allen Beteiligten, Jurorinnen und Juroren sowie Unterstützerinnen und Unterstützern, die den Landschaftsgärtner-Cup möglich machen und damit ein wichtiges Zeichen für gelebte Ausbildung und Nachwuchsförderung im Garten- und Landschaftsbau setzen. (js/pm)+++
Foto: FGL