Lernen ohne Risiko
Simulationstraining für mehr Patientensicherheit: Fachkongress InSiM zu Gast
Fotos: Justin Klenner
24.09.2026 / FULDA -
Wie trägt Simulationstraining dazu bei, die Patientensicherheit zu erhöhen? Mit dieser Frage beschäftigen sich in den kommenden zwei Tagen rund 200 Teilnehmer sowie zehn Industrieaussteller beim jährlichen interdisziplinären Symposium zur Simulation in der Medizin (InSiM). Der Fachkongress findet in diesem Jahr an der Hochschule Fulda statt und bringt Fachleute aus unterschiedlichen medizinischen und pflegerischen Bereichen zusammen.
Das InSiM wird seit 2003 veranstaltet und gastiert jährlich in wechselnden Städten in Deutschland und der Schweiz. Auf dem Programm stehen Fachvorträge, Workshops, Kurzvorträge, Posterpräsentationen sowie sogenannte "Kinosessions". Die Themen reichen von medizinischen Fragestellungen über Pädagogik und Psychologie bis hin zu Teamtraining und modernen Lehrmethoden. Organisiert wird der Kongress von der Firma InPASS aus Reutlingen.
Medizinische Simulation im Mittelpunkt
Das InSiM gilt als einer der bedeutendsten Fachkongresse für medizinische Simulation im deutschsprachigen Raum. Die Veranstaltung richtet sich an Fachkräfte aus dem klinischen und präklinischen Bereich und verfolgt das Ziel, Experten zusammenzubringen, die sich mit realitätsnahen Simulationen, Patientensicherheit und Teamtraining beschäftigen. "Alles, was medizinische Simulation macht, trifft sich hier einmal im Jahr beim InSiM", berichtet Claudia Hermann, Organisatorin des Kongresses im Gespräch mit OSTHESSEN|NEWS. Austausch über Berufsgrenzen hinweg
Die InSiM richtet sich nicht ausschließlich an Mediziner. Vielmehr spiegelt die Zusammensetzung der Teilnehmer die Vielfalt der medizinischen Simulation wider. Neben Ärzten nehmen unter anderem Mitarbeitende aus dem Rettungsdienst, Hebammen, Pädagogen, Feuerwehrkräfte sowie Mitarbeiter von Leitstellen teil. "Hier trifft sich praktisch die Community zum Austausch", so Hermann. Einige Besucher kämen bereits seit mehr als 15 Jahren regelmäßig zum jährlichen Kongress. Warum Fulda den Zuschlag erhielt
Die langjährige Verbindung zur Hochschule Fulda sei ausschlaggebend für den diesjährigen Veranstaltungsort gewesen. Vertreter des Fachbereichs Gesundheitswissenschaften besuchen den Kongress nach Angaben der Organisatoren seit Jahren regelmäßig. Da die InSiM als Wanderkongress jährlich an einem anderen Standort stattfindet, lud die Hochschule die Verantwortlichen nach Fulda ein. "Wir danken für die außerordentliche Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft und fühlen uns sehr wohl am Standort Fulda", zeigt sich die Organisatorin begeistert. (jk) +++