Notfallversorgung
Gemeinsam für die Herzsicherheit: Zwei neue Defibrillatoren für Kernstadt
Foto: Simone Müller, Stadt Romrod
23.09.2026 / ROMROD -
Es sind Momente, in denen jede Sekunde zählt und schnelle Hilfe über Leben und Tod entscheiden kann. Um für den Ernstfall eines plötzlichen Herzstillstands bestmöglich gerüstet zu sein und die Notfallversorgung in der Kernstadt Romrod entscheidend zu verbessern, wurden zwei neue, öffentlich zugängliche Defibrillatoren offiziell in Betrieb genommen.
Die Anschaffung der lebensrettenden Geräte ist das Ergebnis einer beispielhaften Gemeinschaftsaktion. Die Romröder Unternehmer Wilhelm Becker und Martin Decher sowie der Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Romrod e.V. haben die Kosten für die beiden AEDs samt wetterfesten und beheizten Außenkästen gemeinsam getragen. Die laufende Betreuung und Wartung der Geräte werden von der Stadt Romrod übernommen, um deren ständige Einsatzbereitschaft zu gewährleisten.
Bürgermeister Hauke Schmehl nahm die Spende im Rahmen eines Pressetermins vor dem Rathaus entgegen und zeigte sich tief beeindruckt vom Engagement der Spender. "Dies ist ein herausragendes Beispiel für gelebtes bürgerschaftliches Engagement und Verantwortung für unsere Stadt", betonte der Bürgermeister. "Im Namen des Magistrats und aller Bürgerinnen und Bürger von Romrod möchte ich den Herren Wilhelm Becker, Martin Decher und dem Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Romrod e. V. von Herzen danken. Diese Spende ist ein unschätzbarer Beitrag zur Sicherheit und Gesundheit unserer Stadt. Sie zeigt, was wir erreichen können, wenn wir an einem Strang ziehen."
Die Standorte wurden bewusst strategisch an stark frequentierten Orten gewählt:
Ein Gerät wurde am Gebäude Zeller Straße 5-7 (Trafohäuschen) angebracht und ist somit zentral gelegen in der Nähe von Kindertagesstätte, Bürgerhaus und REWE-Markt. Das zweite Gerät befindet sich am Gebäude in der Alsfelder Straße 19 (Friseursalon), in direkter Umgebung von Arztpraxis, Geschäften und Gastronomie.
Die angeschafften Defibrillatoren sind bewusst für die Anwendung durch Laien konzipiert. Der "ZOLL AED 3 Vollautomat" gibt dem Ersthelfer klare Sprachanweisungen und analysiert den Herzrhythmus selbstständig. Im Bedarfsfall löst das Gerät den lebensrettenden Elektroschock vollautomatisch aus, ohne dass der Helfer eine Taste drücken muss. Ein integrierter Kindermodus, der per Knopfdruck aktiviert wird, macht spezielle Kinderelektroden überflüssig. Um die Bevölkerung im Umgang mit den Geräten zu schulen, wird das DRK Romrod in Kürze kostenfreie Einweisungen anbieten.
Mit der Installation dieser beiden Geräte ist das Ziel einer flächendeckenden Versorgung jedoch noch nicht erreicht. Wie Bürgermeister Schmehl betonte, sei dies der wichtige erste Schritt, dem idealerweise die Ausstattung aller Stadtteile folgen soll. Martin Decher schloss seine Rede mit einem hoffnungsvollen Blick in die Zukunft: "Wir hoffen natürlich, dass die Geräte nie zum Einsatz kommen müssen. Aber wenn sie eines Tages gebraucht werden, kann das vielleicht den entscheidenden Unterschied machen." (pm/jk) +++
Foto: goa