Pavlos Lampropoulos vom TV Petersberg

Er gewinnt doppelt bei Internationalen Österreichischen Meisterschaften

Pavlos Lampropoulos hat eine Sportgeschichte geschrieben, die man kaum besser erfinden könnte: Der M60‑Athlet des TV Petersberg triumphierte bei den Internationalen Österreichischen Masters‑Meisterschaften in Götzis gleich doppelt
Fotos: TV Petersberg

24.09.2026 / PETERSBERG/GÖTZIS - Pavlos Lampropoulos hat eine Sportgeschichte geschrieben, die man kaum besser erfinden könnte: Der M60‑Athlet des TV Petersberg triumphierte bei den Internationalen Österreichischen Masters‑Meisterschaften in Götzis gleich doppelt und holte sowohl über 800 Meter als auch über 1.500 Meter den Titel des Internationalen Österreichischen Masters‑Meisters.



Bei strahlendem Sonnenschein und optimalen Bedingungen setzte sich Lampropoulos gegen starke Konkurrenz aus Österreich, Deutschland, der Schweiz, Tschechien und Portugal durch – ein beeindruckender Erfolg in einem internationalen Teilnehmerfeld.

Drei Vizemeistertitel als erstes Ausrufezeichen

Dabei war dieser Erfolg vor wenigen Monaten noch alles andere als absehbar. Im vergangenen Sommer hatte sich Lampropoulos den Knöchel zertrümmert. Eine lange Reha folgte und erst vor wenigen Monaten konnte er wieder mit dem Lauftraining beginnen. Der Weg zurück war entsprechend mühsam. Dass sich die Form allmählich wieder entwickelte, hatte sich allerdings bereits vor zwei Monaten bei den Hessischen Meisterschaften der Masters gezeigt: Dort wurde Lampropoulos über 400, 800 und 1.500 Meter jeweils Vize-Hessenmeister. In Götzis sollte nun der große Coup folgen: "Nach der Verletzung war mein erstes Ziel, überhaupt wieder laufen zu können. Dass ich nun hier stehe und zweifacher Internationaler Österreichischer Meister bin, ist für mich einfach unglaublich."

Mit starkem Endspurt zum ersten Titel

Den Anfang machte am 19. September der 800-Meter-Lauf. Lampropoulos ging das Rennen taktisch klug an und lag nach rund 300 Metern zunächst auf Platz fünf. Eine Stadionrunde vor dem Ziel konnte er zwei Konkurrenten überholen, hatte zu den beiden Führenden aber noch rund 15 Meter Rückstand. Auf der Gegengeraden begann er, den Abstand kontinuierlich zu verkürzen. "Ich habe gesehen, dass der Abstand nach vorne kleiner wird und wusste: Wenn ich bis zur Zielgeraden dran bin, habe ich eine Chance." Dann ging es auf die Zielgerade – und Lampropoulos spielte eine seiner großen Stärken aus: seinen Endspurt. Kurz vor der Ziellinie zog er an beiden Führenden vorbei und sicherte sich überraschend den ersten Titel des Wochenendes.

60 Meter Rückstand – und die Aufholjagd beginnt

Am nächsten Tag wartete mit den 1500 Metern allerdings eine noch größere Herausforderung. "Die Beine waren schwer", beschreibt Lampropoulos die Belastung nach dem Rennen vom Vortag. Zudem war u.a. ein starker Läufer aus Tschechien am Start, der sich über 800 Meter geschont hatte und ausschließlich die 1500 Meter lief. Nach der Hälfte des Rennens hatte der Tscheche einen deutlichen Vorsprung herausgelaufen, dahinter folgten ein Österreicher und ein Schweizer. Lampropoulos lag zu diesem Zeitpunkt mit rund 60 Metern Rückstand weit abgeschlagen zurück.

Doch Aufgeben war keine Option. In der dritten von vier Runden, startete Lampropoulos seine Aufholjagd und konnte den Rückstand innerhalb kurzer Zeit ungefähr halbieren. Damit keimte wieder Hoffnung auf: Vielleicht war zumindest noch ein Podestplatz möglich. In der letzten Runde überschlugen sich dann die Ereignisse. Lampropoulos schloss bis zum Beginn der Zielgeraden zu den beiden vor ihm liegenden Läufern auf. Gleichzeitig musste der bis dahin führende Tscheche seinem hohen Anfangstempo Tribut zollen und sein Vorsprung schmolz dahin. Beim Einbiegen auf die Zielgerade waren plötzlich vier Läufer dicht beieinander – wie auf einer Perlenkette aufgereiht.

Alle drei auf einmal überholt

Lampropoulos wusste, dass gerade der Zielsprint zu seinen Stärken gehört. Schon am Vortag hatte er auf den letzten Metern seine Konkurrenten überholt. Doch was nun folgte, war selbst für ihn nicht vorhersehbar. Mit einem unglaublichen Endspurt überholte er alle drei vor ihm liegenden Läufer auf einmal. Aus rund 60 Metern Rückstand war innerhalb kürzester Zeit der zweite Titel geworden.

Der Petersberger krönte sich mit taktischem Geschick, großem Kampfgeist und einem spektakulären Endspurt, zum zweiten Mal an diesem Wochenende zum Internationalen Österreichischen Meister der Masters: "Ich bin fassungslos und überglücklich. Ich hätte niemals daran gedacht, dass nach dem letzten Jahr so etwas möglich ist.", sagte Lampropoulos nach seinem zweiten Triumph.

Für Pavlos Lampropoulos und den TV Petersberg wird dieses Wochenende deshalb wohl noch lange in Erinnerung bleiben. Aus einem zertrümmerten Knöchel, einer langen Reha und der Ungewissheit über die eigene sportliche Zukunft wurde ein sensationelles Comeback – mit zwei internationalen Meistertiteln als Höhepunkt. (mis/pm) +++

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