✕

Gedenkfeier und Ausstellung

150. Todestag von Dr. Eduard Martiny: Vom Heilquellen-Pionier zum Vermächtnis

Am Donnerstag jährt sich der Todestag von Dr. Eduard Friedrich Gotthilf Martiny zum 150. Mal. Der Arzt gilt als Begründer des Heilbades Bad Salzschlirf.
Fotos: Heimatfreunde Bad Salzschlirf

24.09.2026 / BAD SALZSCHLIRF - Zum 150. Todestag von Dr. Eduard Friedrich Gotthilf Martiny, dem Begründer des Heilbades Bad Salzschlirf, wird am Donnerstag in besonderer Weise an sein Wirken erinnert. Ein Gedenkgottesdienst, eine Kranzniederlegung und die Eröffnung einer historischen Ausstellung würdigen das Leben des Arztes, der die Entwicklung des Kurortes entscheidend geprägt hat.



Der Gedenkgottesdienst beginnt am Donnerstag um 18 Uhr in der Kirche. Anschließend findet um 18:45 Uhr am Grab Martinys vor der Kirche eine Kranzniederlegung statt. Um 19:30 Uhr wird in der Wandelhalle die Ausstellung "Dem Bad gab er das Leben" eröffnet.

Martiny wurde am 25. Dezember 1808 in Bürgel geboren. Nach seinem Medizinstudium und ärztlichen Tätigkeiten an verschiedenen Orten wandte er sich den Salzschlirfer Heilquellen zu. Ende 1837 übernahm er die Grundlagen für den Aufbau einer Badeanstalt. Bereits 1838 kamen die ersten Badegäste. In den folgenden Jahrzehnten setzte sich Martiny als Arzt, Autor und Unternehmer für die Entwicklung und Bekanntmachung des Bades ein. Sein Lebensweg war dabei auch von wirtschaftlichen Schwierigkeiten und persönlichen Rückschlägen geprägt. Er starb am 24. September 1876 in Salzschlirf.

Die von den Heimatfreunden Bad Salzschlirf e. V. erarbeitete Ausstellung zeichnet Martinys Geschichte anhand historischer Dokumente, Karten, Abbildungen und zeitgenössischer Zeugnisse nach. Auf 30 nummerierten Tafeln werden sein Lebensweg, sein Wirken für den Badeort und sein Vermächtnis dargestellt.

Der Ausstellungstitel greift Worte auf, die nach späterer Überlieferung Pfarrer Schumann bei Martinys Beisetzung zugeschrieben werden: "Dem Bad gab er das Leben, das Bad gab ihm den Tod." Die Heimatfreunde laden alle Interessierten ein, an den Gedenkveranstaltungen teilzunehmen und im Anschluss die Ausstellung zu besuchen. (mis/pm) +++

X