Ministerpräsident bei Kommandoübergabe

"Hessen leistet wichtigen Beitrag zu Deutschlands Verteidigungsfähigkeit"

Übergabe des Landeskommandos Hessen mit Ministerpräsident Boris Rhein im Schloss Biebrich in Wiesbaden
Fotos: Carina Jirsch

22.09.2026 / WIESBADEN - Appell im Schloss Biebrich! Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) hat angesichts der zunehmenden Bedrohungslage eine leistungsfähige Bundeswehr und eine enge Zusammenarbeit zwischen zivilen und militärischen Akteuren als zentrale Voraussetzungen für die Sicherheit Deutschlands bezeichnet. Bei der Kommandoübergabe des Landeskommandos Hessen am Dienstag in Wiesbaden betonte Rhein zugleich die besondere Bedeutung Hessens für die Sicherheitsarchitektur des Landes.


Rund 150 geladene Gäste aus Politik, Wirtschaft, Kirche, Gesellschaft sowie von Polizei und Deutschem Roten Kreuz (DRK) waren der Einladung zum feierlichen Appell gefolgt. Unter anderem standen auf der Liste der Ehrengäste: Innenminister Roman Poseck, Landespolizeipräsident Felix Paschek, Feuerwehrpräsident Norbert Fischer, DRK-Präsidentin Donata Freifrau Schenck zu Schweinsberg mit Vorstandschef Christoph Schwab (beide Fulda), das Fuldaer Hessentagspaar Vera und Max Dudyka sowie CDU-General Leopold Born.

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"Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine dauert an. Hybride Angriffe sind längst kein abstraktes Szenario mehr. Sie verlangen Wachsamkeit und Verteidigungsbereitschaft. Klar ist deshalb: Der wichtigste Auftrag der Bundeswehr ist die Landes- und Bündnisverteidigung. Und Hessen spielt als verlässlicher Partner dabei eine entscheidende Rolle", sagte der Regierungschef. Das Landeskommando Hessen koordiniert das Zusammenwirken von Bundeswehr, Land und zivilen Behörden.

Strategische Bedeutung und militärische Stärke

Rhein verwies auf die strategisch wichtige Lage des Bundeslandes und die damit einhergehende Bedeutung für die Verteidigung. "Hessen liegt im Herzen der deutschen und europäischen Sicherheitsarchitektur. Die Division Schnelle Kräfte in Stadtallendorf, das Kampfhubschrauberregiment in Fritzlar und das Jägerbataillon in Schwarzenborn stehen für militärische Exzellenz. Gemeinsam mit der Sicherheitsindustrie errichten wir außerdem den 'Defence Hub Nordhessen' und stärken den regionalen Innovations- und Verteidigungsstandort. Wir leisten damit unseren Beitrag zu mehr Wirtschaftskraft, Verteidigungsfähigkeit und Sicherheit in Deutschland."

Dem scheidenden Kommandeur des Landeskommandos, Brigadegeneral Holger Radmann, dankte Rhein für seine Arbeit und verlieh ihm den Hessischen Verdienstorden. Der Regierungschef sagte: "Brigadegeneral Holger Radmann hat an der Spitze des Landeskommandos Hessen Spuren hinterlassen. Er hat mit strategischem Weitblick, klarem Fokus und trockenem Humor geführt. Vor allem aber ist er den Menschen zugewandt geblieben, hat zugehört und Vertrauen geschaffen. Für sein großes Engagement in der zivil-militärischen Zusammenarbeit und der zivilen Verteidigung in Hessen danke ich ihm." Ein Schwerpunkt in Radmanns Arbeit war es, Hessen auf die Anforderungen des Operationsplans Deutschland und auf mögliche Krisen vorzubereiten.

Markus Reinhardt übernimmt Führung des Landeskommandos

Radmanns Nachfolger an der Spitze des Landeskommandos, Brigadegeneral Markus Reinhardt, sicherte der Ministerpräsident die Unterstützung der Landesregierung zu. Hessen werde ein verlässlicher Partner der Bundeswehr bleiben und den Ausbau der Verteidigungsfähigkeit Deutschlands unterstützen. "Ich freue mich auf eine offene und vertrauensvolle Zusammenarbeit", sagte Rhein. Reinhardt war zuletzt Verteidigungsattaché an der Deutschen Botschaft in Paris gewesen. (lu/pm) +++


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