Attraktion war 2023 am Lullusfest
Horror-Vorfall am Oktoberfest: Sicherheitsmann stirbt nach Gondel‑Unfall
Foto: picture alliance/dpa | Felix Hörhager
22.09.2026 / MÜNCHEN -
Horror-Nachricht vom beliebten Münchner Oktoberfest: Wie mehrere Medien am Dienstagmorgen berichten, wurde Montagabend ein Security-Mitarbeiter kurz vor 22 Uhr eingequetscht und lebensgefährlich verletzt. Der 52-jährige Serbe wurde nach derzeitigen Informationen vor Ort zunächst wiederbelebt und kam anschließend in ein Münchner Krankenhaus. Dort verlor er tragischerweise den Kampf um sein Leben.
Der schreckliche Unfall ereignete sich an der Attraktion "Hangover", einem rund 80 Meter hohen Freefall‑Tower auf dem Oktoberfest. Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei befand sich der 52‑jährige Sicherheitsmann in einem Bereich, der während des Betriebs nicht betreten werden darf. Dort wurde er von einer herabfahrenden Gondel, in der die Fahrgäste in rasanter Geschwindigkeit nach unten stürzen, erfasst und eingeklemmt. Die Wucht des Aufpralls führte zu den lebensgefährlichen Verletzungen, denen der Mann später im Krankenhaus erlag.
Einigen aus der Region ist das Fahrgeschäft "Hangover" vielleicht bekannt: Der 85 Meter hohe Freefall-Tower war 2023 auch eine Attraktion am Lullusfest in Bad Hersfeld (Landkreis Hersfeld-Rotenburg).
Polizei sucht Zeugen - vor allem mit Videoaufnahmen
Der Bereich rund um dieses Fahrgeschäft wurde für den großen Rettungseinsatz abgesperrt. Ein Kriseninterventionsteam betreute Augenzeugen des Unfalls. Die Kriminalpolizei ermittelt und sucht Zeugen des Unglücks - insbesondere Personen, die Videoaufnahmen vom Unfallgeschehen gemacht haben. Sie werden gebeten, die Polizei unter der Telefonnummer 089/2910-0 zu kontaktieren. Weiterer Zwischenfall am Eröffnungstag
Das 191. Oktoberfest ist am Samstag gestartet und läuft noch bis zum 4. Oktober. Mehr als sechs Millionen Besucher werden in diesem Zeitraum auf der Wiesn erwartet - sie gilt als das größte Volksfest der Welt. Rund 600 Polizeibeamte sowie zahlreiche Ordner sorgen für Sicherheit auf dem Gelände.Das tödliche Unglück am "Hangover" überschattet den Auftakt der Wiesn und wirft Fragen zur Sicherheit von Fahrgeschäften auf. Während die Ermittlungen laufen, hoffen Polizei und Veranstalter auf Hinweise aus der Bevölkerung - und darauf, dass sich derartige Tragödien nicht wiederholen. (mis) +++