"Auch Verwaltung hat den Auftrag, Evangelium

Ev. Kirchenkreis nimmt Abschied von Kirchenkreisamtsleiter Uwe Bornscheuer

Dekan Dr. Thorsten Waap (links) verabschiedet Kirchenkreisamtsleiter Uwe Bornscheuer mit einem Schirm – als Symbol für den Wunsch, dass er auch auf seinem weiteren Weg unter dem "Schirm des Höchsten" stehen möge.
Fotos: Claudia Pfannemüller

22.09.2026 / FULDA - Im Rahmen einer Feier im Haus Oranien hat der Evangelische Kirchenkreis Fulda am vergangenen Freitag seinen Kirchenkreisamtsleiter Uwe Bornscheuer verabschiedet. Seit 2016 leitete Bornscheuer das Kirchenkreisamt und war für zahlreiche Kirchengemeinden und Gremien ein wichtiger Ansprechpartner in Fragen rund um Finanzen, Personal und Recht. Zum 1. Oktober wechselt Bornscheuer zur Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) nach Kassel. Zum Jahresbeginn 2027 entsteht in der EKKW eine neue kirchliche Verwaltung: Die bisherigen Kirchenkreisämter, das Stadtkirchenamt Kassel und Teile des Landeskirchenamtes werden zu einer gemeinsamen Kirchenverwaltung Kurhessen-Waldeck zusammengeführt. Bornscheuers langjährige Stellvertreterin, Claudia Schröder, übernimmt dann die Funktion als Standortleiterin für Fulda.



Zusätzlich zu den Aufgaben im Kirchenkreisamt war Bornscheuer auch Geschäftsführer der Gesamtgemeinde Fulda sowie der Zweckverbände Kindertagesstätten und Kirchenmusik. Besonders die Arbeit mit den Kindertagesstätten sei ihm eine Herzensangelegenheit gewesen, würdigte die Vizepräsidentin der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Dr. Katharina Apel, seine Arbeit. Insgesamt blickt Uwe Bornscheuer auf 42 Jahre im Dienst der Landeskirche zurück. "Auch Verwaltung hat den Auftrag, Evangelium zu teilen", betonte Vizepräsidentin Apel.

"Unter dem Schirm des Höchsten"

Dekan Dr. Thorsten Waap überreichte dem scheidenden Kirchenkreisamtsleiter einen Schirm – verbunden mit dem Wunsch, dass dieser auch auf seinem weiteren Weg "unter dem Schirm des Höchsten" stehen möge. Waap hob besonders hervor, dass Bornscheuer seinen Blick nie auf die Verwaltung allein beschränkt habe. "Du hattest immer das große Ganze im Blick", sagte der Dekan. Bornscheuer sei es wichtig gewesen, Zusammenhänge zu sehen und unterschiedliche Perspektiven einzubeziehen. Er habe Verwaltung nicht als Selbstzweck verstanden, sondern als Teil eines gemeinsamen Gestaltungsprozesses.

Kirchenkreisamtsleiter Peter Blumenstein aus dem Kirchenkreis Schwalm-Eder erinnerte in seinem Grußwort an einen Satz, den Bornscheuer häufig mit feiner Ironie verwendet habe: "Ein Blick ins Gesetz hilft." "Den Stellenwert einer guten Verwaltung merkt man erst, wenn sie nicht funktioniert", sagte Blumenstein. Er hob Bornscheuers ausgesprochen gutes Fachwissen hervor.

"Nichts ist so beständig wie die Veränderung"

Sichtlich bewegt blickte der scheidende Kirchenkreisamtsleiter auf seine zehn Jahre in Fulda zurück. "In diesen zehn Jahren war nichts so beständig wie die Veränderung", sagte er. Insbesondere Digitalisierung und vielfältige Veränderungsprozesse hätten die kirchliche Verwaltung in dieser Zeit stark geprägt. Sein Anliegen sei es immer gewesen, Entscheidungen fachlich gut vorzubereiten. Zum Abschied dankte Bornscheuer seinen Kolleginnen und Kollegen und Wegbegleitern für die langjährige vertrauensvolle Zusammenarbeit. (pm/ci)+++

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