Vertrauen in den Staat soll wachsen
1,9 Milliarden Euro - Hessen investiert in die innere Sicherheit
Archivfoto: O|N
22.09.2026 / REGION -
In der vergangenen Woche hat die Hessische Landesregierung den Haushaltsentwurf 2027 vorgestellt. Dabei setzt Hessen erneut einen Schwerpunkt auf die Innere Sicherheit. Innenminister Roman Poseck erklärte, für welche Polizeiprojekte die Landesregierung finanzielle Mittel aufwendet.
"Die Sicherheitslage ist angespannt. Unsere Sicherheit wird von außen wie von innen bedroht. Sabotage, Spionage sowie Drohnen- und Cyberangriffe stellen unsere Sicherheitsbehörden vor Herausforderungen, die immer komplexer werden und sich stetig wandeln. Zur effektiven Kriminalitätsbekämpfung benötigen sie moderne Ausstattung und Befugnisse sowie verlässliche Rahmenbedingungen. Gerade jetzt sind Investitionen in die Innere Sicherheit von besonderer Bedeutung", wie Innenminister Roman Poseck erklärt.
Polizei erhält 1,6 Milliarden
"Trotz der angespannten Haushaltslage stellt das Land Hessen 2027 insgesamt 1,9 Milliarden Euro für die Innere Sicherheit bereit, davon für die Polizei allein 1,63 Milliarden Euro. Unsere Polizei muss auch künftig handlungsfähig bleiben. Die Investitionsschwerpunkte richten wir deshalb auch gezielt an den aktuellen Bedrohungen aus", sagt Roman Poseck mit Blick auf die schwierige finanzielle Haushaltslage des Landes Hessen. "Drohnen werden zunehmend zur Gefahr für Kritische Infrastruktur. Die aktuelle Bedrohungslage lässt keinen Aufschub zu, deshalb bauen wir die Drohnenabwehr jetzt weiter aus. Wir werden unsere Fähigkeit zur Detektion und Abwehr von Drohnen deutlich ausweiten. Dafür stehen im kommenden Jahr 5 Millionen Euro bereit und für die gesamte Beschaffung 10 Millionen Euro insgesamt. Mit dem Kompetenzzentrum Drohnen in Egelsbach ist Hessen bereits Vorreiter, und diesen Vorsprung wollen wir halten", erklärt Poseck ferner.
Anschaffung neuer Polizeihubschrauber geplant
Auch wolle man die Innenstadtoffensive weiter fortführen. Die rückläufige Straßenkriminalität würde zeigen, dass der bisherige Weg stimmen würde. Gerade aufgrund der insgesamt angespannten Sicherheitslage wolle man verhindern, dass im Alltag der Menschen keine Lücken entstehen. Sichtbare Polizeipräsenz und gezielte Kontrollen würden langfristig auch das Sicherheitsgefühl der Menschen stärken.
Kampf gegen Extremismus weiter im Fokus
"Neben der akuten Gefahrenabwehr bleibt der Kampf gegen Extremismus eine Daueraufgabe. Die Radikalisierung an beiden politischen Rändern schreitet fort, und auch der Islamismus ist eine akute Bedrohung, wie der Anschlag auf den CSD in Berlin gezeigt hat. Angesichts dieser Lage setzt Hessen weiterhin auf eine Kombination aus Repression und Prävention. Wir führen das Demokratieförderprogramm mit 8,8 Millionen Euro Landesmitteln fort, denn Prävention setzt dort an, wo Radikalisierung beginnt, lange bevor sie in Gewalt umschlägt. Gerade jetzt ist dieser frühe Ansatz bedeutsam", Sicherheit sei keine Selbstverständlichkeit, sondern das Ergebnis kontinuierlicher politischer und finanzieller Priorisierung, wie es heißt. Jede dieser Investitionen, ob in Technik, Gebäude oder Prävention, diene dem Ziel, die Menschen in Hessen bestmöglich zu schützen. "Und gerade in dieser angespannten Lage ist Sicherheit ein hohes Gut und eine Grundlage für das Vertrauen in den Staat. Deshalb setzt Hessen auf ein Höchstmaß an Sicherheit", so der Innenminister Roman Poseck weiter. (pm/kru) +++