"Erinnerung wachhalten"
Gedenktag für die Opfer von Flucht, Vertreibung und Deportation
Archivfoto: O|N / Mathias Schmidt
20.09.2026 / WIESBADEN -
Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) hat Geschichtsbewusstsein als entscheidend für Frieden und Freiheit bezeichnet. Zum Hessischen Gedenktag für die Opfer von Flucht, Vertreibung und Deportation und zum Tag der Heimat sagte der Regierungschef am Sonntag:
"Viele Heimatvertriebene und Flüchtlinge haben nach dem Zweiten Weltkrieg großes Leid erfahren: das Unrecht der Vertreibung, traumatische Erlebnisse und den Verlust ihrer Heimat. Dieses Unrecht erleben nun wieder Millionen Menschen infolge des Ukraine-Krieges. Es ist unsere gemeinsame Aufgabe, die Erinnerung an Flucht und Vertreibung wachzuhalten. Heutige und künftige Generationen müssen wissen, wohin Krieg, Hass und Gewalt führen, und begreifen, was Heimatverlust bedeutet."
Weiter sagte der Ministerpräsident: "Die Opfer von Flucht, Vertreibung und Deportation erinnern uns daran, wie kostbar Frieden, Freiheit und Sicherheit sind – und wie zerbrechlich." Heimat sei ein wichtiges Gut, das es zu schützen gelte, äußerte Rhein und fügte hinzu: "Heimat ist der Ort, der uns Halt, Orientierung und Sicherheit bietet. Heimat prägt unsere Identität, unsere Persönlichkeit und unsere Sicht auf die Welt. Der Tag der Heimat, den der Landesverband Hessen des Bundes der Vertriebenen ausrichtet, führt uns vor Augen, wie wichtig Heimatverbundenheit und Traditionen für unser Miteinander sind."
Die Unterstützung der Heimatvertriebenen und Spätaussiedler sei für das Land Hessen eine Herzensangelegenheit, sagte der Regierungschef. Er verwies darauf, dass die Landesregierung in Person von Andreas Hofmeister einen eigenen Landesbeauftragten für Heimatvertriebene und Spätaussiedler habe, der sich für die Anliegen Betroffener und eine lebendige Erinnerungskultur einsetze.