AKSB-Fachkonferenz

Dienst(e) für mein Land: Tagung debattiert über neuen Wehrdienst

Wie viel Verantwortung sind wir als Gesellschaft bereit zu übernehmen – und welche Formen kann dieser Dienst an der Gemeinschaft heute annehmen? Mit dieser Frage beschäftigte sich am 16. September die AKSB-Fachtagung "Dienst(e) für mein Land – Demokratie braucht Verantwortung" im Bonifatiushaus Fulda.
Foto: Katholische Akademie des Bistums Fulda

20.09.2026 / FULDA - Wie viel Verantwortung sind wir als Gesellschaft bereit zu übernehmen – und welche Formen kann dieser Dienst an der Gemeinschaft heute annehmen? Mit dieser Frage beschäftigte sich am 16. September die AKSB-Fachtagung "Dienst(e) für mein Land – Demokratie braucht Verantwortung" im Bonifatiushaus Fulda.



Seit inzwischen 15 Jahren kommt die Arbeitsgemeinschaft katholisch-sozialer Bildungswerke (AKSB) zu ihrer jährlichen Fachkonferenz nach Fulda. In Kooperation mit der Katholischen Akademie des Bistums Fulda bringt die Tagung regelmäßig unterschiedliche Perspektiven aus Bundeswehr, katholischer Militär- und Polizeiseelsorge, politischer Bildung und Jugend miteinander ins Gespräch.

Für Akademiedirektor Gunter Geiger ist gerade dieser kontinuierliche Dialog ein besonderer Wert des Formats. Seit 15 Jahren wird in Fulda ein Raum geschaffen, in dem Vertreterinnen und Vertreter aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen miteinander ins Gespräch kommen und aktuelle Fragen aus verschiedenen Perspektiven beleuchten können. Geiger zeigt sich daher stolz, dass die besondere Fachkonferenz immer wieder in Fulda stattfindet und hier einen guten und offenen Dialog fördert.

In diesem Jahr stand mit der Debatte um einen möglichen neuen Wehrdienst ein besonders aktuelles Thema im Mittelpunkt. Dabei ging es nicht nur um den Dienst an der Waffe, sondern ebenso um zivile Formen des Engagements und um die Perspektiven junger Menschen. Vertreterinnen und Vertreter aus Bundeswehr und Polizei, der Seelsorge, der politischen Bildung und junge Menschen diskutierten darüber, was es heute bedeutet, Verantwortung für Demokratie und Gesellschaft zu übernehmen.

Für Geiger ist eine zentrale Aussage der Tagung: "Wehrpflicht ist – neben Schul- und Steuerpflicht – eine gesellschaftliche Pflicht. Der Wehrdienst setzt ethisches Handeln und persönliche Berufung voraus. Er verbindet die Verantwortung des Einzelnen mit der Verantwortung für die Gemeinschaft und ihren Schutz."

Damit richtete die Fachtagung den Blick über die aktuelle Wehrdienstdebatte hinaus auf eine grundsätzliche gesellschaftliche Frage: Welche Möglichkeiten brauchen Menschen – insbesondere junge Menschen –, um Verantwortung zu übernehmen und sich für das Gemeinwesen einzusetzen? (pg/pm) +++

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