Auf den Spuren einer Kleinstadt
500 Jahre zurück und über 2026 hinaus - Tourismusworkshop zeigt Perspektiven
Foto: Tourismusservice Rotkäppchenland e.V.
18.09.2026 / HOMBERG (EFZE) -
Wie wird aus einem historischen Jubiläum ein Reiseanlass, der bleibt? Beim überregional ausgerichteten Tourismusworkshop "500 Jahre Homberger Synode 1526–2026", am 8. September 2026, im Kulturzentrum KRONE ging es um die Zukunft der Reformationsgeschichte als touristisches Thema. Auf Einladung des Tourismusservice Rotkäppchenland e. V. kamen Akteure aus Tourismus, Kommunen, Regionalentwicklung und Geschichtsvermittlung zusammen. Gestaltet wurde die Veranstaltung von der Berliner Agentur Zeitreisen – Veranstaltungs- und Projektmanagement.
Am Anfang stand dabei keine Präsentation, sondern die Stadt selbst: Mike Luthardt führte die Teilnehmenden durch die Reformationsstadt Homberg. Der Stadt- und Turmführer erschließt Homberger Geschichte unter anderem bei Turmführungen in St. Marien und als "Lambert von Avignon" in Themenführungen. Der Rundgang setzte so den Ausgangspunkt für die anschließende Diskussion: die Begegnung mit dem historischen Ort.
Große Geschichte, praktische Fragen
Diskutiert wurden kombinierbare Tages- und Mehrtagesprogramme, begleitete Bustouren sowie Verbindungen zwischen Rad-, Wander- und Pilgerwegen. Szenische Angebote, digitale Vermittlung und regionale Spezialitäten könnten, so die Runde, zusätzliche Zugänge schaffen – für Kulturreisende ebenso wie für Familien, Schulen oder kirchliche Gruppen. Als gemeinsame Klammer wurde eine Dachmarke mit wechselnden Jahresthemen angeregt; sie sollte bei der gemeinsamen Destination GrimmHeimat NordHessen angesiedelt werden, die den größten Gebietsanteil an der historischen Ereignisregion heute abbildet.Vom Workshop in die weitere Zusammenarbeit
Die Ergebnisse des Workshops sollen schrittweise in die weitere touristische Zusammenarbeit einfließen. Bereits im September will der Tourismusservice Rotkäppchenland mit den Stadtführern aus Ziegenhain und Homberg (Efze) die bisherige Saison auswerten. Gemeinsam soll beraten werden, welche Erfahrungen sich daraus für die kommenden Monate und insbesondere für buchbare Angebote in der Saison 2027 ff. ableiten lassen.Auch das Thema (Bus-)Gruppenreisen soll weiterentwickelt werden. Mit interessierten Kommunen ist ein Austausch über vernetzte Busreiseangebote geplant. Als möglicher Veranstaltungsort bietet sich Homberg (Efze) an – auch vor dem Hintergrund, dass dort einer der erfahrensten deutschen Gruppenreiseanbieter für religionsbezogene Busreisen ansässig ist. Als Zeitraum für das Gespräch ist Februar 2027 vorgesehen.