Hotline wird rege genutzt
Infizierte Mücke als mögliche Ursache: Weitere Malaria-Fälle untersucht
Symbolfoto: Boris Roessler/dpa
17.09.2026 / FRANKFURT AM MAIN -
Wieder sind Menschen in Frankfurt an Malaria erkrankt. Das Gesundheitsamt vermutet einen Zusammenhang mit einer Mücke beim Flughafen. Es schaltet eine Hotline frei. Wie oft klingelt dieses Telefon?
Nach den jüngsten Malariafällen nahe dem Frankfurter Flughafen weitet das Gesundheitsamt seine Untersuchungen aus. Seine am Dienstagabend frei geschaltete Hotline wird derweil "rege genutzt, pro Stunde gehen fünf bis zehn Anrufe ein", wie die Behörde in Hessens größter Stadt der Deutschen Presse-Agentur mitteilte.
Die anrufenden Bürgerinnen und Bürger "machen sich Sorgen", ergänzte das Gesundheitsamt. Es gebe viele Fragen zu Prävention und Mückenschutz. Vermutet wird eine am Airport eingeschleppte infizierte Mücke. "Das Gesundheitsamt erweitert sein aktives Mückenmonitoring am Flughafen nun auch konkret in Schwanheim", hieß es weiter.
Zwei frühere Todesfälle
Nach mehreren Malaria-Erkrankungen von Mitarbeitern des Frankfurter Flughafens mit zwei Todesfällen im Sommer wurden am Dienstag zwei Fälle bei Bewohnern des nahegelegenen Stadtteils Schwanheim bekannt. Beide befinden sich in medizinischer Behandlung. Sie hatten laut Gesundheitsamt keine Auslandsreisen gemacht.Bürger sollen bei ungewöhnliche Symptomen Arzt aufsuchen
Bürgerinnen und Bürger sollten sich der Behörde zufolge keine Sorgen machen, bei ungewöhnlichen Symptomen aber einen Arzt aufsuchen. Von Mensch zu Mensch werde Malaria nicht übertragen. Die Hotline des Frankfurter Gesundheitsamtes ist unter 069/212-30030 zu erreichen.Sechs Fälle von Malariainfektionen bei Mitarbeitern des Flughafens waren bereits Ende August bekanntgeworden. Zwei Menschen starben - einer Anfang Juli, der andere im August. (dpa)+++