Verkehr unter Druck
Welkers schlägt Alarm - Klimesch: "Verkehrsproblem betrifft ganze Gemeinde"
Fotos: Gemeinde
17.09.2026 / EICHENZELL -
Die anhaltende Kritik am ausufernden Verkehrsaufkommen und den gefährlichen Kreuzungssituationen in der Region weitet sich aus. Nachdem vor allem Rothemann für Schlagzeilen sorgte, meldet sich nun auch der Nachbarort lautstark zu Wort. Der Welkerser Ortsvorsteher Andreas Klimesch (CDU) unterstreicht, dass das Verkehrsproblem längst die gesamte Gemeinde belastet, und richtet einen dringenden Appell an die zuständigen Behörden.
"Die Kritik trifft den Nagel auf den Kopf. Als Ortsvorsteher von Welkers kann ich den Unmut der Bürgerinnen und Bürger nicht nur vollkommen nachvollziehen, sondern schließe mich diesem nachdrücklich an", so Klimesch. Das Gefühl, von den Verkehrsbehörden im Stich gelassen zu werden, sei in Welkers keine Neuerung, sondern brenne den Menschen bereits seit Jahren unter den Nägeln.
Schulweg im Visier: Die Talstraße als Gefahrenschwerpunkt
Besonders die kurvenreiche Talstraße steht im Zentrum der Kritik. Die Fahrbahn sei an vielen Stellen schlichtweg zu eng und unübersichtlich für das tägliche Verkehrsaufkommen. Das größte Risiko tragen dabei die Schwächsten: Genau entlang dieser unübersichtlichen Strecke verläuft der tägliche Schulweg vieler Kinder. Zu hohe Geschwindigkeiten und mangelnde Einsicht machen die Passage Tag für Tag zu einer Zitterpartie. Seit Jahren wird für diesen Bereich eine wirksame Verkehrsberuhigung gefordert – bislang ohne den erhofften Durchbruch. Forderung nach LKW-Durchgangsverkehrsverbot
Ebenso unverständlich bleibt für die Welkerser die Untätigkeit beim Thema Schwerlastverkehr. Ein durchgängiges Verbot für LKW-Durchgangsverkehr wird von der Bevölkerung seit langem angestrebt. Ortsansässige verweisen dabei auf funktionierende Modelle in der direkten Nachbarschaft."Was in Nachbarorten wie Löschenrod oder im Ortskern von Eichenzell rechtlich und organisatorisch möglich ist, muss auch zum Schutz der Menschen in Welkers umsetzbar sein", fordert die Ortsspitze unmissverständlich. Es dürfe nicht erst zu schweren Unfällen kommen, bevor entsprechende Schilder aufgestellt werden.
Appell an Politik und Behörden
Der Druck auf die zuständigen Straßenverkehrsbehörden und die Politik wächst. Die Forderung aus Welkers ist klar formuliert: Der jahrelange Stillstand muss beendet, die Sorgen der Anwohner ernst genommen und umgehend Maßnahmen für eine sichere Verkehrsführung sowie ein Verbot des LKW-Durchgangsverkehrs umgesetzt werden. (pm/jk) +++