Eine Stütze im Alltag für 600 Haushalte

Sie sortieren, fahren und packen mit an: Jede helfende Hand zählt bei der Tafel

Überall fleißige Helfer vor Ort: Sie alle sorgen für einen reibungslosen Ablauf bei der Tafel Fulda.
Fotos: Maria Franco

20.09.2026 / FULDA - Es geht um weit mehr als Brot, Obst und Gemüse: Die Tafel in der Einhardstraße am Fuldaer Aschenberg steht für Zusammenhalt, Begegnung und manchmal auch für ein Stück Hoffnung im Alltag. Renate Kratzsch aus Fulda ist eine der über 135 Ehrenamtlichen, die Woche für Woche Einsatz zeigen. Seit viereinhalb Jahren engagiert sie sich bei der Sortierung der Lebensmittel. "Wir sind ein eingespieltes Team. Hier habe ich immer wieder das gute Gefühl, etwas Sinnvolles für die Gesellschaft zu tun. Genau das war mein Ziel."



Der gemeinnützige Verein existiert bereits seit über 22 Jahren. Seit Dezember 2025 befindet sich die Tafel in neuen Räumlichkeiten (O|N berichtete). Stefan Schunck, Erster Vorsitzender der Tafel Fulda, erklärt gegenüber OSTHESSEN|NEWS: "Wir haben uns seit dem Umzug sehr gut eingelebt. Es ist modern und von den Kapazitäten her deutlich größer - wir konnten unsere Fläche im Vergleich zum Standort in der Weserstraße verdoppeln. Insgesamt stehen uns rund 600 Quadratmeter zur Verfügung. Das Arbeiten hier macht einfach Spaß."

Ohne Ehrenamt geht nichts

Derzeit zählt das Team der Tafel - vom Ausweisbüro über Sortierer und Fahrer - 137 Ehrenamtler. Viele fleißige Helfer, die auch nötig sind: Denn nur dank dieses breiten Engagements kann die wachsende Nachfrage bewältigt werden. Schließlich werden nach aktuellem Stand 600 Haushalte beziehungsweise Bedarfsgemeinschaften wöchentlich mit Lebensmitteln versorgt. Das sind 1.800 Menschen. Eine Warteliste wird laufend bearbeitet. "Nach wie vor geht es darum, Lebensmittel vor der Verschwendung zu bewahren und Menschen in schwierigen Lebenslagen zu unterstützen", sagt der 67-Jährige. Gestiegene Energiepreise, hohe Lebenshaltungskosten und zahlreiche Krisen würden für zusätzliche Belastung sorgen. "Der Bedarf ist groß. Wir können die Not der Welt nicht beseitigen, aber wir können einen kleinen Beitrag leisten."

So können Sie unterstützen

Damit die wertvolle Arbeit auch in Zukunft noch weiterbestehen kann, hofft der Verein auf neue Mitglieder und weitere Unterstützer. Zur Weihnachtszeit soll es deshalb erneut die Aktion "Mitgliedschaft verschenken" geben. Jede Mitgliedschaft stärkt die finanzielle Basis der sozialen Einrichtung. Und auch Menschen, die lieber Zeit statt Geld spenden möchten, sind immer willkommen, wie Schunck abschließend herausstellt: "Wir haben aktuell zum Glück keinen Engpass, dennoch freuen wir uns natürlich über jede helfende Hand." (Maria Franco) +++

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