Kritik an Thüringer Landesbehörden

Wechsel nach Hessen vorerst vom Tisch: Gemeinderat tagt kommende Woche

Ein Wechsel Nach Hessen ist für Gerstungen vorerst vom Tisch.
Archivfotos: O|N / Marvin Myketin

16.09.2026 / GERSTUNGEN - In der vergangenen Woche rückte die thüringische Gemeinde Gerstungen im Wartburgkreis in den Fokus der Öffentlichkeit. Bürgermeister Daniel Steffan (CDU) zog einen Wechsel des Bundeslandes in Erwägung, um die seiner Meinung nach schlechten Zustände innerhalb der Gemeinde anzugehen. Von der thüringischen Landesregierung fühlt sich Steffan vernachlässigt.



Am Dienstagabend tagte der Hauptausschuss der Gemeinde, Thema war unter anderem auch der mögliche Wechsel nach Hessen. Erst letzte Woche hatte Bürgermeister Steffan eine Pressekonferenz einberufen (OSTHESSEN|NEWS berichtete).

Wie die Assistenz des Bürgermeisters auf Nachfrage von O|N erklärte, sei im Hauptausschuss beschlossen worden, das Thema im Gemeinderat und im Rahmen einer umfassenden Beschlussvorlage am 24. September auf die Tagesordnung zu setzen und zu besprechen. Gegenüber MDR Thüringen sagte Steffan: "Ein Wechsel nach Hessen ist aktuell politisch in der Gemeinde nicht durchsetzbar." Damit dürfte das Thema zumindest vorerst vom Tisch sein.

Stattdessen erhofft die Gemeinde nun mehr Geld vom Land. Die Kritik an den Thüringer Behörden sei also weiterhin ein wichtiges Thema. Der Bürgermeister beziffert den Investitionsbedarf laut MDR auf etwa 125 Millionen Euro. (pg) +++

Gerstungens Bürgermeister Daniel Steffan (CDU)

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