Aufstieg in die zweite Bundesliga

Ein Sieg bis zur GFL 2: Die Fulda Saints vor historischem Heimspiel!

Es könnte historisch werden! Ein Spiel trennt die Fulda Saints noch vom größten sportlichen Erfolg ihrer bisherigen Vereinsgeschichte.
Archivfotos: O|N/ tomafocus

16.09.2026 / FULDA - Es könnte historisch werden! Ein Spiel trennt die Fulda Saints noch vom größten sportlichen Erfolg ihrer bisherigen Vereinsgeschichte. Am Samstag empfangen die American Footballer um 15 Uhr die Leonberg Alligators im Sportzentrum Johannesberg in Fulda. Nach dem deutlichen 70:36-Auswärtserfolg bei den Neu-Ulm Spartans am vergangenen Samstag können die Saints mit einem weiteren Sieg den Aufstieg in die GFL 2 Süd aus eigener Kraft perfekt machen.



Die Ausgangslage vor dem zweiten Spiel der Aufstiegsrunde ist klar: Drei Regionalliga-Meister kämpfen um einen Platz in der GFL 2 Süd. Fulda geht als Meister der Regionalliga Mitte ins Rennen, die Neu-Ulm Spartans vertreten die Regionalliga Süd und die Leonberg Alligators die Regionalliga Südwest. Gespielt wird eine einfache Runde, in der jedes Team einmal gegen die beiden anderen Mannschaften antritt.

Den ersten Schritt haben die Saints bereits gemacht - und das äußerst eindrucksvoll. Am vergangenen Samstag setzte sich Fulda in Neu-Ulm mit 70:36 durch. Damit haben die Saints am Samstag einen Matchball: Gewinnen sie auch gegen Leonberg, stehen sie bei zwei Siegen aus zwei Spielen und sind sportlich für die German Football League (GFL) 2 qualifiziert. Bei einer Niederlage wäre die Entscheidung dagegen vertagt. Am 26. September treffen zum Abschluss der Aufstiegsrunde die Leonberg Alligators auf die Neu-Ulm Spartans. Dann würde die endgültige Konstellation der Dreierrunde über den Aufsteiger entscheiden.

Scout Offense und Scout Defense

Bei den Saints soll allerdings gar nicht erst gerechnet werden müssen. "Die Mannschaft ist vorbereitet", sagt General Manager und Sportlicher Leiter Frank Schreiner im Gespräch mit OSTHESSEN|NEWS. In mehreren Trainingseinheiten arbeitet das Team in dieser Woche gezielt das Spiel in Neu-Ulm auf und bereitet sich gleichzeitig auf Leonberg vor. Die Coaches beschäftigen sich laut Schreiner bereits seit Wochen intensiv mit dem kommenden Gegner, analysieren dessen bevorzugte Plays und Formations sowie die Schlüsselspieler.

Ein wichtiger Bestandteil der Vorbereitung sind dabei die sogenannten Scout Teams. "Die Scout Defense versucht im Training, die Verteidigung Leonbergs und deren typische Formationen und Spielzüge möglichst realistisch nachzustellen, damit sich Fuldas Starting Offense darauf einstellen kann. Umgekehrt simuliert die Scout Offense die gegnerische Angriffsformation und deren Plays für die Saints-Defense", erklärt Schreiner. In je 15 Plays werden dabei ausgewählte Spielzüge wiederholt und die Reaktionen auf unterschiedliche Situationen einstudiert.

Seit neun Spielen ungeschlagen und mit voller Kaderstärke bereits für den Aufstieg!

"Die Stimmung ist sehr fokussiert und konzentriert. Wir sind guter Dinge." Die Saints können dabei nicht nur auf eine außergewöhnlich erfolgreiche Saison, sondern auch auf den Schwung aus dem überzeugenden Auftritt in Neu-Ulm bauen. Aktuell sind sie seit ganzen neun Spielen ungeschlagen. Personell sind die Voraussetzungen für das entscheidende Spiel ebenfalls ausgezeichnet. Nach Angaben des Sportlichen Leiters stehen derzeit alle Spieler zur Verfügung. Für Samstag rechnen die Saints mit einem 48-Mann-Kader - Saisonhöchstwert!

Auch abseits des Feldes könnte der Nachmittag im Homefield am Johannesberg außergewöhnlich werden. Die Verantwortlichen rechnen zunächst mit rund 500 Zuschauern, halten angesichts der Bedeutung der Partie aber auch ein deutlich größeres Publikum für möglich. Schreiner kann sich vorstellen, dass die Zuschauerzahl in Richtung 700 geht. Der Grund liegt auf der Hand: Noch nie zuvor hatten die Fulda Saints die Chance, in die zweithöchste deutsche Spielklasse aufzusteigen. Schon die erstmalige Teilnahme an der Aufstiegsrunde ist ein Meilenstein der Vereinsgeschichte - nun kann das Team diesen Weg vor eigenem Publikum vollenden.

Dabei setzt der Verein auch auf den Heimvorteil. "Die Fans tragen die Stimmung, sorgen für zusätzliche Motivation und einen zusätzlichen Schub", betont Schreiner gegenüber O|N. Wenn die Mannschaft vor den gefüllten Zuschauerrängen auflaufe, die Defense bei wichtigen Spielzügen lautstark unterstützt werde und nach einem Touchdown das gesamte Publikum juble, seien das die Momente, "die so einen Tag rund machen".

Nach einer perfekten Regionalliga-Saison und dem 70:36 in Neu-Ulm fehlt den Saints damit nur noch ein Sieg. Am Samstag können sie am Johannesberg Football-Geschichte schreiben und in die zweite Bundesliga aufsteigen. OSTHESSEN|NEWS wird von vor Ort berichten. Go Saints!
(ms) +++

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