Einsatz im Regionalexpress

Ausgebüxter Hund hat Lust auf Reisen mit der Bahn: Polizisten mit viel Gefühl

Die Bundespolizei hat einen ausgebüxten Hund in gewahrsam genommen.
Foto: Bundespolizei Kassel

14.09.2026 / GIEßEN - Ein freilaufender Hund hat am Samstag gegen 10 Uhr für einen ungewöhnlichen Polizeieinsatz im Regionalexpress zwischen Marburg und Gießen gesorgt. Nachdem das Tier bereits zuvor in Niederweimar/Lahn für Aufregung gesorgt hatte, setzte es seine Reise kurzerhand mit der Bahn fort. Der Vierbeiner war seiner Besitzerin unbemerkt aus dem Fahrzeug entwischt, als diese in Niederweimar/Lahn eine Bäckerei aufsuchen wollte.


Eine Anwohnerin versuchte, den Ausreißer einzufangen. Dabei zeigte sich der Hund jedoch wenig kooperativ und machte durch Drohgebärden deutlich, dass er nicht eingefangen werden wollte. Anschließend lief er in Richtung Bahnhof davon.
Wenig später stieg der Hund offenbar in den Regionalexpress von Marburg nach Gießen ein.

Eine Zugbegleiterin bemerkte das herrenlose Tier und stellte fest, dass es sich aggressiv verhielt. Da ein Einfangen nicht ohne Weiteres möglich war, brachte sie sich in Sicherheit und verständigte die Bundespolizei.

Besitzerin konnte ausfindig gemacht werden

Kurz darauf trafen vier Einsatzkräfte des Bundespolizeireviers Gießen im Zug ein. Mit viel Geduld und dem richtigen Gespür gelang es den Beamten schließlich, das Vertrauen des Hundes zu gewinnen. Nachdem sich die anfängliche Skepsis des Tieres gelegt hatte, konnte es sicher eingefangen werden.

Der kleine Ausreißer wurde zunächst in polizeiliche Obhut genommen. Mithilfe des ausgelesenen Mikrochips konnten die Einsatzkräfte anschließend die Besitzerin ausfindig machen. Diese zeigte sich sichtlich erleichtert, ihren Vierbeiner wohlbehalten wieder in Empfang nehmen zu können.

Damit endete die ungewöhnliche Zugfahrt für den Hund mit einem glücklichen Wiedersehen und ohne weitere Zwischenfälle. (pg/pm) +++

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