Volle Rhönbahn durch Kapazitätsengpass

Nur ein Waggon zur Hauptverkehrszeit: Schüler bleiben am Bahnsteig zurück

Die Rhönbahn RB 52 ist derzeit nicht mit gewohnter Kapazität verfügbar. Mehrere O|N-Leser haben sich am Montagmorgen in unserer Redaktion beschwert.
Archivfoto: O|N/Stefan Sitzmann

14.09.2026 / EICHENZELL - Kopfschütteln zum Wochenstart: Mehrere O|N-Leser wandten sich am Montagvormittag an unsere Redaktion. So auch ein verärgerter Familienvater aus Eichenzell-Welkers (Kreis Fulda). Die Strecke zwischen Gersfeld und Fulda der Linie RB 52 sorgt derzeit für Unmut. "Ich musste heute Morgen mit Schrecken feststellen, dass nach dem zweiwöchigen Ausfall der HLB ausgerechnet zur Hauptverkehrszeit nur ein Waggon nach Fulda gefahren ist." Die Konsequenz: ein völlig überfüllter Zug. Sein Kind - gemeinsam mit zahlreichen weiteren Fahrgästen - blieb am Bahnsteig in Welkers zurück.



Für zwei Wochen legten zunächst Bauarbeiten den Zugverkehr der RB 52, der sogenannten "Rhönkuh", lahm (O|N berichtete). Ersatzbusse kamen in diesem Zeitraum zum Einsatz. Umso größer war nun die Enttäuschung, als sich die erhoffte Rückkehr zum Normalbetrieb nicht erfüllte.

Familienvater fordert klare Kommunikation

Spontan sämtliche Pläne über den Haufen zu werfen, sei gerade für berufstätige Eltern oft schwierig. "Es gibt eben Menschen, die zur Arbeit müssen", konstatiert der O|N-Leser. "Bei dem ganzen Durcheinander blieb mir nichts anderes übrig, als selbst nach Fulda zu fahren - so kann das nicht funktionieren." Zwar gebe es einen Bus von Eichenzell nach Fulda, "doch wie soll mein Kind diese Verbindung wahrnehmen, wenn es in Welkers bereits nicht weiterkommt?"

Das sagt die HLB zu den Umständen

Eine Sprecherin der HLB gibt auf O|N-Anfrage an: "Aufgrund der aktuell eingeschränkten Fahrzeugverfügbarkeit kann auf der RB 52 die morgendliche Verbindung um 6:46 Uhr ab Gersfeld derzeit nur mit geminderter Sitzplatzkapazität angeboten werden. Wir bedauern die dadurch entstehenden Einschränkungen, insbesondere für Schülerinnen und Schüler."

Schülerzusatzbus soll für Entlastung sorgen

Eine vorgeschlagene Option: "Zur Entlastung des Schülerzuges, der morgens um 06:46 Uhr in Gersfeld abfährt, wird der Schülerzusatzbus ab dem 15. September bereits um 07:20 Uhr in Welkers starten. Von dort fährt der Bus über Eichenzell weiter nach Fulda." Weiter heißt es: "Mit dem zusätzlichen Angebot soll insbesondere der morgendliche Schülerverkehr entlastet und eine bessere Verteilung der Fahrgäste ermöglicht werden."

Eingeschränkte Kapazität hält weiter an

Für die nächsten Tage ist aber weiterhin noch etwas Geduld gefragt: "Die eingeschränkte Kapazität besteht nach aktuellem Stand voraussichtlich bis zum 2. Oktober 2026. Sobald wieder ausreichend Fahrzeuge zur Verfügung stehen, soll die reguläre Kapazität wieder angeboten werden." (mkr) +++

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