120 Aussteller - über 400 Chancen
Träume können wahr werden: Eröffnung der Bildungsmesse lockt Jugendliche
Fotos: Carina Jirsch
10.09.2026 / FULDA -
Von Donnerstag bis einschließlich Samstag haben Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, zwischen den rund 120 Ausstellern mit über 400 Bildungs- und Berufsmöglichkeiten ihrem zukünftigen Job zu begegnen. Das betonte auch Dr. Christian Gebhardt, Präsident der IHK Fulda, bei der Eröffnung am Donnerstag: "Liebe Schülerinnen und Schüler, nutzt diese Chance, wenn ihr noch nicht wisst, was ihr wollt, und informiert euch." Damit startete die Bildungsmesse - und die Suche nach dem Traumberuf.
"Einmalige Chance für so viele Schüler"
Gebhardt beschrieb die Messe als "eine der wichtigsten Veranstaltungen in Hessen" und erklärte im Gespräch mit OSTHESSEN|NEWS: "Sie bietet die einmalige Chance für so viele Schüler, die sich auf ihren Abschluss vorbereiten, ein umfassendes Bildungsangebot - von Ausbildungen über Fortbildungen, ein duales Studium oder die Hochschulausbildung. Mehr kann man in einem solchen Rahmen gar nicht präsentieren." Dabei stehen Gespräche im Fokus - junge Interessierte finden nicht nur Unternehmer, sondern Berufsstände, mit denen sie auf Augenhöhe reden können.Auch Landrat Bernd Woide erkannte die Bedeutung der Bildungsmesse an: "Man könnte sagen, in Zeiten von Social-Media-Angeboten braucht es so eine Bildungsmesse nicht mehr - das ist aber vollkommen falsch. Gerade der persönliche Kontakt zu den Betrieben, den Ausbilderinnen und Ausbildern, aber auch zu Auszubildenden, ist entscheidend. Durch ein Gespräch kann man viele Informationen gewinnen, die man über das Internet nicht bekommt - und das ist etwas ganz Entscheidendes."
KI kann helfen, doch persönliche Gespräche sind entscheidend
So wurde auch die künstliche Intelligenz Thema der Eröffnung. Dabei waren sich Landrat, IHK-Präsident und Fuldaer Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld einig: "Keiner kann sagen, wie sich die Berufe entwickeln - aber wir brauchen Menschen, die bereit sind zu handeln, zu arbeiten und sich weiterzuentwickeln." In diesem Zusammenhang sei es wichtig, dass die Schüler die KI-Ergebnisse einschätzen können, umfangreiches Fachwissen haben und kritisch sind. KI sei dabei kein Ergebnis des Nichtwissens, sondern eine Möglichkeit, das eigene Wissen effizient zu nutzen. Zusätzlich hob der Oberbürgermeister am O|N-Mikrofon hervor: "KI ist eine praktische Ergänzung, um sich schnell einen Überblick zu verschaffen, aber sie kann das persönliche Gespräch nicht ersetzen. Das ist das, was wir hier auf der Bildungsmesse versprechen."Die Bildungsmesse zeigt eindrucksvoll, wie wichtig persönliche Begegnungen für die Berufsorientierung bleiben. Drei Tage lang bietet sie Jugendlichen die Chance, offen auf Menschen zuzugehen, Gespräche zu führen, Möglichkeiten auszuloten und vielleicht sogar erste Kontakte für den eigenen Weg zu knüpfen. Genau deshalb wird die Messe auch künftig gebraucht. (Mia Schmitt) +++