Großer Andrang

Blick hinter die Kulissen: Krankenhaus öffnet seine Türen für die Öffentlichkeit

Medizin zum Anfassen: Großer Andrang beim Tag der offenen Tür in Rotenburg
Fotos: EKKH

10.09.2026 / ROTENBURG/F. - Blaulicht, Gummibärchen, Operationsroboter und eine ganz besondere Zeitreise: Beim Tag der offenen Tür des Evangelischen Kreiskrankenhauses Rotenburg konnten Besucherinnen und Besucher am Samstag, 29. August, das Krankenhaus einmal aus einer ganz anderen Perspektive erleben.



Von 11 bis 17 Uhr öffnete das Kreiskrankenhaus seine Türen und lud Jung und Alt dazu ein, hinter die Kulissen zu schauen, medizinische Bereiche kennenzulernen und selbst aktiv zu werden. Statt stiller Krankenhausflure erwartete die Gäste ein abwechslungsreiches Programm mit zahlreichen Mitmachaktionen, spannenden Einblicken und vielen Gelegenheiten zum persönlichen Austausch. Das Interesse war groß – zahlreiche Besucher nutzten die Gelegenheit, das Kreiskrankenhaus einmal ganz entspannt und abseits eines medizinischen Notfalls kennenzulernen.

Kleine Forscher ganz groß bei der Mini-Olympiade

Ein besonderer Publikumsmagnet war die Mini-Olympiade für Kinder. An verschiedenen Stationen konnten die jungen Besucherinnen und Besucher ihr Geschick unter Beweis stellen und spielerisch entdecken, was im Krankenhaus alles passiert. Dabei durfte natürlich auch selbst Hand angelegt werden: Die Kinder konnten beispielsweise einen Arm eingipsen und so ausprobieren, wie ein Gipsverband angelegt wird.

Besonders ungewöhnlich wurde es beim "Operieren" von Gummibärchen. Mit viel Konzentration und Begeisterung gingen die Nachwuchsmediziner ans Werk. Die spielerische Aktion vermittelte auf unterhaltsame Weise einen Eindruck davon, wie viel Geschick, Ruhe und Präzision medizinische Eingriffe erfordern. Die Mini-Olympiade machte dabei nicht nur Spaß, sondern weckte bei vielen Kindern auch die Neugier auf medizinische Berufe und die verschiedenen Aufgaben, die in einem Krankenhaus zusammenwirken.

Blick hinter die Kulissen

Doch nicht nur die kleinen Gäste kamen auf ihre Kosten. Für die Erwachsenen bot der Tag der offenen Tür zahlreiche Möglichkeiten, die verschiedenen Bereiche des Kreiskrankenhauses kennenzulernen.

Besucher konnten sich über die unterschiedlichen Abteilungen informieren und Bereiche besichtigen, die sonst für die Öffentlichkeit nicht ohne Weiteres zugänglich sind. Ein besonderes Interesse galt dabei dem Herzkatheterlabor. Dort erhielten die Gäste einen Einblick in die moderne medizinische Diagnostik und Behandlung von Herzerkrankungen und konnten sich erklären lassen, welche technischen Möglichkeiten heute zur Verfügung stehen.

Auch der Operationsroboter sorgte für neugierige Blicke. Fachleute erklärten den Besucherinnen und Besuchern die Funktionsweise des hochmodernen Systems und zeigten, welche Möglichkeiten die robotergestützte Medizin bei bestimmten Eingriffen bietet. Für viele Gäste war es faszinierend zu sehen, wie viel Technik und Präzision hinter modernen Operationen steckt.

Gesundheit selbst im Blick behalten

Auch die eigene Gesundheit konnte an diesem Tag ganz unkompliziert unter die Lupe genommen werden. Besucher hatten die Möglichkeit, unter anderem ihre Blutzucker- und Blutdruckwerte messen zu lassen. So konnten sie nicht nur interessante Informationen rund um die eigene Gesundheit mit nach Hause nehmen, sondern erhielten gleichzeitig einen kleinen persönlichen Gesundheitscheck.

Neben den medizinischen Angeboten standen auch Informationen zur ambulanten Versorgung und zu den vielfältigen Aufgaben im Krankenhaus im Mittelpunkt. Interessierte konnten sich zudem über die Pflegeberufeschule informieren und erfahren, welche Ausbildungs- und beruflichen Möglichkeiten der Pflegebereich bietet. Informative Vorträge von Dr. M. Mende, Sektionsleiter der Orthopädie und viele Informationsstände rundeten das Angebot ab.

Informieren, ausprobieren und miteinander ins Gespräch kommen

Der Tag der offenen Tür zeigte eindrucksvoll, wie vielfältig die Arbeit im Evangelischen Kreiskrankenhaus Rotenburg ist. Neben Ärztinnen und Ärzten sind zahlreiche weitere Berufsgruppen daran beteiligt, dass Patientinnen und Patienten bestmöglich versorgt werden. Pflegekräfte, medizinisches Fachpersonal, Rettungskräfte und viele weitere Mitarbeitende arbeiten Hand in Hand.

Gerade diese Vielfalt wurde beim Tag der offenen Tür sichtbar. An den verschiedenen Stationen konnten die Besucher Fragen stellen, sich informieren und direkt mit den Mitarbeitenden ins Gespräch kommen. Dadurch entstand eine ungezwungene Atmosphäre, in der auch Fragen gestellt werden konnten, für die im normalen Krankenhausalltag häufig die Zeit fehlt.

Ein gelungener Tag mit vielen Begegnungen

Am Ende des Tages blieb vor allem eines: Begeisterung. Viele Besucherinnen und Besucher zeigten sich angetan von der Vielfalt des Programms und der Möglichkeit, das Krankenhaus einmal von einer ganz anderen Seite zu erleben.

Der Tag der offenen Tür machte deutlich, dass das EKKH Rotenburg weit mehr ist als ein Ort, den man aufsucht, wenn man krank ist. Es ist ein Ort, an dem Menschen mit unterschiedlichsten Berufen gemeinsam für die Gesundheit anderer arbeiten, an dem modernste Technik zum Einsatz kommt und an dem Ausbildung, ambulante Versorgung, Pflege und medizinische Behandlung eng miteinander verbunden sind.

Für viele Gäste war der 29. August deshalb eine besondere Gelegenheit: Sie konnten das Krankenhaus in Rotenburg nicht im Zeichen von Sorgen oder Krankheit kennenlernen, sondern bei einem fröhlichen Anlass, mit Zeit zum Entdecken, Ausprobieren und miteinander ins Gespräch kommen. (js/pm)+++

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