18 Jahre im Amt, kein Gegenkandidat
Thomas Rohrbach vor der Bürgermeisterwahl: "Mir ist da nicht bange"
Archivbilder: O|N/Hans-Hubertus Braune/privat
11.09.2026 / NIEDERAULA -
18 Jahre sitzt Thomas Rohrbach bereits im Rathaussessel von Niederaula. Am Sonntag stellt sich der 55-Jährige erneut zur Wahl. Einen Gegenkandidaten gibt es diesmal nicht. Arbeit für eine weitere Amtszeit sieht der parteiunabhängige Rohrbach trotzdem reichlich: Millionenprojekte, Wasserversorgung, Ortsentwicklung und eine derzeit schwierige Lage für den Wirtschaftsstandort Niederaula beschäftigen die Gemeinde.
Das größte Vorhaben steht bereits fest: das neue Feuerwehrgerätehaus in Niederaula. Einschließlich Fahrzeugen rechnet Rohrbach inzwischen mit einem Gesamtvolumen von rund zehn Millionen Euro. Die Ausschreibung für Erschließungs- und Erdarbeiten wird derzeit vorbereitet. Im besten Fall könnten erste Arbeiten noch in diesem Jahr beginnen, spätestens im Frühjahr 2027 soll es richtig losgehen. Ende 2028 könnte das Gebäude genutzt werden.
Große Projekte für die nächsten Jahre
Und das Gerätehaus ist längst nicht das einzige Projekt. Hochbehälter, eine Tiefenbohrung in Hattenbach, die Wasserversorgung sowie Maßnahmen rund um Bürgerhaus und Dorfplatz stehen ebenfalls auf der Liste. "Wenn man dieses Investitionsvolumen sieht, ist das für eine Kommune mit etwas mehr als 5.000 Einwohnern schon sehr beachtlich", sagt Rohrbach. Vieles davon werde Niederaula noch einige Jahre beschäftigen. "Dann sind sechs Jahre schnell rum. Ich glaube, wir haben in dieser Zeit richtig was zu tun."Sorge um die Wirtschaft
Sorgen macht Rohrbach dagegen die wirtschaftliche Entwicklung. Besonders die angekündigte Aufgabe des System-Alliance-Standorts trifft Niederaula. Auch bei neuen Ansiedlungen sei zu merken, dass Unternehmen vorsichtiger geworden sind.Am Sonntag entscheiden nun die Wähler. Rund 4.200 Menschen sind in Niederaula wahlberechtigt, mehr als 1.000 hatten zuletzt bereits Briefwahl beantragt. Rohrbach hofft auf eine Wahlbeteiligung von mehr als 50 Prozent - und, wie er sagt, auf "mehr Ja- als Nein-Stimmen". (Constantin von Butler) +++