Versuchter Totschlag

Prozessauftakt: Fahrer soll zwei Jungen absichtlich überfahren haben

Dem Angeklagten wird vor dem Hanauer Landgericht versuchter Totschlag vorgeworfen.
Symbolbild: O|N

09.09.2026 / HANAU - Am Dienstag begann am Landgericht Hanau der Prozess gegen einen 37-Jährigen wegen versuchten Totschlags. Am 15. Februar 2024 soll der Angeklagte in Bad Soden-Salmünster (Main-Kinzig-Kreis) mit seinem Pkw auf zwei Jungen im Alter von 14 und elf Jahren zugerast sein, mit dem Ziel, die beiden Jugendlichen zu überfahren.



Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten versuchten Totschlag, gefährliche Körperverletzung und gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr vor. Der 37-Jährige soll auf einem Schotterweg nahe des Bahnhofs gezielt Jagd auf die beiden Jungen gemacht haben, die den Autofahrer im Vorfeld angeblich provoziert haben.

Der 14-Jährige war von dem Auto erfasst und schwer verletzt worden. Die Staatsanwaltschaft argumentiert, dass der Angeklagte den Tod des Jungen billigend in Kauf genommen hatte. Der Elfjährige konnte sich mit einem Sprung in eine Dornenhecke retten, wobei er sich Hautverletzungen zuzog.

Kurz nach der Tat war die Polizei von einem Unfall ausgegangen. Nach mehrfacher Vernehmung des 37-Jährigen soll sich ein vorsätzliches Handeln des Täters herauskristallisiert haben. Neben dem Termin zum Prozessauftakt sind vier weitere Verhandlungstermine vorgesehen. Ende September soll das Urteil in dem Fall gesprochen werden. (kru) +++

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