Für den Ernstfall als Einheit funktionieren

Gemeindefeuerwehrtag bringt Wehren in Oberlengsfeld zusammen

Beim Gemeindefeuerwehrtag in Oberlengsfeld (Landkreis Hersfeld-Rotenburg) stand am Samstag die Zusammenarbeit der Feuerwehren aus der Gemeinde Schenklengsfeld im Mittelpunkt.
Fotos: Marvin Myketin

05.09.2026 / SCHENKLENGSFELD - Beim Gemeindefeuerwehrtag in Oberlengsfeld (Landkreis Hersfeld-Rotenburg) stand am Samstag die Zusammenarbeit der Feuerwehren aus der Gemeinde Schenklengsfeld im Mittelpunkt. Gemeinsam üben, Erfahrungen austauschen und im Ernstfall als schlagkräftige Einheit funktionieren: An mehreren Stationen konnten die Einsatzkräfte ihr Können unter Beweis stellen und zugleich die Zusammenarbeit über die Grenzen der einzelnen Ortsteile hinweg stärken.



"Wir haben uns beim heutigen Gemeindefeuerwehrtag den Schwerpunkt gesetzt, heute die Wehren zusammenzuführen, weil bei einer Tagesalarmierung vielleicht auch Leute zusammenarbeiten müssen, die sonst nichts miteinander zu tun haben", erklärte Dirk Müller, Wehrführer aus Malkomes, gegenüber OSTHESSEN|NEWS. Gleichzeitig solle der Tag dem "Austausch und der Information" dienen. Gerade bei Einsätzen während des Tages kann es erforderlich sein, dass Einsatzkräfte verschiedener Ortsteilfeuerwehren gemeinsam ausrücken und unmittelbar als Team funktionieren müssen. Der Gemeindefeuerwehrtag bot deshalb die Gelegenheit, Abläufe gemeinsam zu trainieren und sich untereinander besser kennenzulernen. Eingeladen waren die Feuerwehren aus allen Ortsteilen der Gemeinde Schenklengsfeld.

Vier Stationen fordern die Einsatzkräfte

Für die Teilnehmer waren insgesamt vier unterschiedliche Stationen vorbereitet worden. Den Auftakt bildete eine GABC-Übung. Die Abkürzung steht bei der Feuerwehr für Gefahren durch atomare, biologische und chemische Stoffe. "Wir haben in der ersten Station eine GABC-Übung, die ist angelehnt an die Wettkampfübung, die die Feuerwehren ablegen", so Müller weiter im Gespräch mit O|N. An der zweiten Station drehte sich alles um die Wasserversorgung. Dabei musste Löschwasser aus einem offenen Gewässer beziehungsweise einem entsprechenden Wasservorrat angesaugt werden. "Wir benutzen hier eine Zisterne mit Regenwasser, die dann für die kommenden zwei Übungen als Wasservorrat dienen soll", erklärte der Wehrführer.

Anschließend wartete ein Einsatzszenario, wie es die Feuerwehr jederzeit treffen könnte: In einer Scheune wurden eine oder mehrere Personen vermisst, zugleich musste mit einem möglichen Brand gerechnet werden. Hier waren neben dem feuerwehrtechnischen Können insbesondere ein koordiniertes Vorgehen und die Zusammenarbeit der Einsatzkräfte gefragt. Die vierte Station handelte dann über die Bekämpfung von Wald- und Vegetationsbränden. Dabei wurden die vorhandenen Geräte für solche Einsatzlagen vorgestellt und deren Einsatzmöglichkeiten erläutert. Damit deckte der Übungstag ein breites Spektrum möglicher Einsatzlagen ab - von Gefahrstoffen über die Löschwasserversorgung und Menschenrettung bis hin zur Vegetationsbrandbekämpfung.

Vom Übungsdienst zur Kirmes

Nach dem praktischen Teil sollte der Gemeindefeuerwehrtag in geselliger Atmosphäre fortgesetzt werden. "Wir hoffen, dass wir in zwei Stunden durch sind, und danach fahren wir nach Oberlengsfeld auf die Kirmes und machen dort unseren Festkommers in Zusammenarbeit mit den Kirmesburschen Oberlengsfeld." Beim anschließenden Festkommers standen zudem Ehrungen auf dem Programm. Danach sollten vor allem das gemütliche Beisammensein und die Ehrungen im Vordergrund stehen. (ms) +++

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