Gemeinschaft bekommt Raum
Richtfest in Niederrode: Bürgerhaus soll wieder zum Dorfmittelpunkt werden
Fotos: Justin Klenner
04.09.2026 / FULDA -
Im Fuldaer Stadtteil Niederrode schreitet ein Projekt voran, auf das viele Menschen im Ort warten. Mit dem Richtfest für den neuen Anbau am Bürgerhaus wurde am Donnerstagnachmittag ein wichtiger Bauabschnitt erreicht. Bereits im Sommer 2027 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein, sodass dort wieder das Dorfleben stattfinden und erste Feierlichkeiten ausgerichtet werden können.
Das Bürgerhaus stammt aus den Jahren 1988 und 1989 und ist inzwischen in die Jahre gekommen. Sowohl beim Platzangebot als auch bei der Barrierefreiheit und dem Brandschutz bestand Handlungsbedarf. Deshalb hat die Stadt Fulda gemeinsam mit dem Ortsbeirat Niederrode die Sanierung und Erweiterung des Gebäudes auf den Weg gebracht. Die Investitionskosten belaufen sich auf rund 1,2 Millionen Euro.
Richtfest markiert wichtigen Meilenstein
Mit dem Richtfest hat Niederrode einen wichtigen Meilenstein bei der Modernisierung seines Dorftreffpunkts gefeiert. Für Fuldas Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld ist das Projekt ein sichtbares Zeichen dafür, dass gelebte Gemeinschaft keine Selbstverständlichkeit ist. "In Niederrode wird Gemeinschaft nicht nur in guten Zeiten gelebt, sondern auch dann, wenn Herausforderungen zu bewältigen sind", sagte Wingenfeld. Der starke Zusammenhalt im Ort habe eine lange Tradition. Bereits beim Bau des Bürgerhauses 1988 und 1989 hätten die Bürgerinnen und Bürger erhebliche Eigenleistungen erbracht.Seitdem spielt das Gebäude eine zentrale Rolle für das gesellschaftliche Miteinander. "Gemeinschaft kommt nicht von ungefähr. Sie braucht Orte, an denen Menschen zusammenkommen können", betonte der Oberbürgermeister. Deshalb sei die Modernisierung des Bürgerhauses eine wichtige Investition in die Zukunft. Niederrode hat mit seinen rund 300 Einwohnern zwar eine überschaubare Größe, kann aber stolz auf seinen lebendigen dörflichen Charakter sein. "Um nicht nebeneinander, sondern miteinander zu leben, braucht es die entsprechenden Räumlichkeiten", sagte Wingenfeld.
Modernisierung mit breiter Unterstützung
Ortsvorsteher Michael Wiegand erinnerte an die teils kontroversen Diskussionen über die Zukunft des Bürgerhauses. "2021 haben wir uns erstmals zusammengesetzt. Damals wurde durchaus hitzig darüber diskutiert, ob das Projekt sinnvoll ist", berichtete Wiegand. Letztlich sei die Entscheidung in einer Bürgerversammlung getroffen worden. Das Votum für die Modernisierung sei einstimmig ausgefallen. Bauen im Bestand bringt Herausforderungen mit sich
Die Arbeiten seien mit besonderen Herausforderungen verbunden gewesen. "Bauen im Bestand bringt immer wieder Überraschungen mit sich", erklärte Fuldas Stadtbaurat Daniel Schreiner. Das Bürgerhaus werde nicht nur modernisiert, sondern auch in der Fläche sowie in der Höhe erweitert. Umso größer sei die Freude, die Aufgaben gemeinsam mit regionalen Unternehmen gemeistert zu haben. "Die gute Zusammenarbeit passt hervorragend zur starken Gemeinschaft, die Niederrode auszeichnet", ergänzte Wiegand.