86 Meter lang, 25 Tonnen schwer: Rotorblätter rollen in den Windpark Fischborn
OSTHESSEN|NEWS hat den Transport von Rotorblättern in den Windpark Fischborn begleitet
Fotos: Andreas Bejm
04.09.2026 / STEINAU/STR. -Man realisiert erst wirklich, wie groß so ein Windrad ist, wenn man direkt davor steht. Doch wie kommt sowas eigentlich an Ort und Stelle? Dahinter steckt ein riesiger logistischer Arbeitsaufwand, der nur mit einem eingespielten Team zu bewältigen ist. OSTHESSEN|NEWS hat einen solchen Schwertransport begleitet.
Für die Verladung der Rotorblätter, die in den Windpark Fischborn (in der Gemeinde Birstein im Main-Kinzig-Kreis) gebracht werden mussten, wurden am Donnerstagabend die ersten Vorbereitungen getroffen. Umgeladen wurden die gigantischen Teile an einem Umladeplatz nahe der A66 bei Steinau an der Straße.
"Die Blätter werden auf einen Selbstfahrer gesteckt und fahren dann von hier aus, hochgestellt, in den Windpark", erklärte Fritz Gemmer, Geschäftsführer des Windparks Fischborn. "Hier entstehen zwölf Windkraftanlagen. Mit der Fertigstellung der Arbeiten rechnen wir im Februar 2027", ergänzte Gemmer. Ein solches Rotorblatt hat eine Länge von 86 Metern und ein Gewicht von rund 25 Tonnen.
Langsam aber sicher zum Ziel
Der Transport startete im Schneckentempo in Richtung Ulmbach mit ganzen 6 km/h - wegen der geringen Geschwindigkeiten werden solche Transporte in der Nacht durchgeführt, um den Verkehr möglichst wenig zu behindern. "Man muss vor jeder Stelle Respekt haben, man hantiert hier schließlich mit extremen Gewichten und man muss sich zu jeder Zeit bewusst sein, welche Gefahr so ein Transport mit sich bringt", sagte der Geschäftsführer des Windparks.
Bei Fritz Gemmer war die Freude groß, dass der Transport nun endlich startete. Nun geht es allerdings ans Montieren. "Es ist toll, dass nach so langer Planungszeit die Transporte endlich gestartet sind und dass die Rotorblätter nun endlich an der Baustelle ankommen. Der Großkran wartet bereits und wir sind bereit, die Blätter an die Windkraftanlagen dranzuschrauben."
Wer den Schwertransport in Action sehen möchte, sollte einen Blick in unser Video werfen. O|N war live mit dabei. Klicken Sie sich aber auch gern durch die Fotostrecke. (pg) +++